Bob Hanning hat Italien in Faenza mit einem 20:12-Sieg gegen die Schweiz zur Handball-Weltmeisterschaft 2025 geführt. Das Team musste am Sonntag nicht nur das Rückspiel des Playoffs gewinnen, sondern auch einen Rückstand von drei Toren aus dem Hinspiel in Zürich aufholen.
Italien lieferte genau das nötige Tempo. Nach 23 Minuten stand es 15:9, in der 29. Minute zog die Mannschaft auf 19:12 davon, zur Pause waren es 20:12. Die Schweizer fanden kaum Antworten auf den Druck, und Hanning hatte früh genug gesehen, wohin sich das Spiel entwickelte. Als Italien auf 11:8 stellte, nahm Andy Schmid die erste Auszeit der Partie.
Der Sieg war für Italien mehr als ein gelungener Abend in Faenza. Nach dem Hinspiel in Zürich, das die Schweiz mit drei Toren gewonnen hatte, brauchte die Auswahl im Rückspiel eine klare Reaktion. Die kam früh. Leo Prantner traf im Gegenstoß zum 7:5, Dapiran brachte Italien beim 13:9 erstmals auf Gesamtkurs, und Parisini setzte mit dem letzten Treffer vor der Pause den Schlusspunkt zu einer 20:12-Halbzeitführung.
Auch im Tor hatte Italien die entscheidenden Antworten. Domenico Ebner parierte sieben Würfe und kam auf eine Quote von 41 Prozent. Auf Schweizer Seite wurde Portner durch Mathieu Seravalli ersetzt, doch auch der Wechsel stoppte den italienischen Lauf nicht. Für die Schweiz war es das erste Mal unter Schmid, dass sie den Sprung zu einem großen Turnier verpasste.
Die Partie zeigte zugleich die Schwächen der Schweizer an diesem Abend. Fehler häuften sich, und es fehlte ein Spieler, der in der entscheidenden Phase Stabilität geben konnte. Dazu kam die Verletzung von Manuel Zehnder, der sich kurz nach seiner Einwechslung am rechten Fuß verletzte. Italien nutzte die Brüche im Schweizer Spiel konsequent aus und brachte die Führung bis zum Ende sicher ins Ziel.
Für Italien ist die Rückkehr auf die WM-Bühne 2025 ein greifbares Ergebnis nach dem missglückten Hinspiel und einer Phase, in der die Qualifikation lange offen blieb. Hanning hatte das Tempo immer wieder eingefordert und damit den Ton für einen Abend gesetzt, an dem Italien nicht auf eine zweite Chance wartete, sondern sie sich holte.
