Seit dem 13. April fehlt von Anna W. jede Spur. Die 33-jährige Frau aus Hamburg war nach Angaben ihrer Familie zuletzt mit ihrem Bruder in Kontakt, dann brach der Austausch plötzlich ab.
Einige Tage später meldete sich nach Familienangaben eine unbekannte Person über Instagram bei den Angehörigen. In den Nachrichten hieß es, Anna sei angeblich an einem Strand in Palma überfallen und beraubt worden. Dabei habe sie ihr Mobiltelefon, ihren Reisepass und weitere wichtige Dokumente verloren. Seither habe sie sich weder bei Freunden noch bei Verwandten gemeldet.
Für die Familie ist das besonders beunruhigend, weil Anna als erfahren und zuverlässig beschrieben wird. Nach Angaben der Angehörigen hätte sie sich auch in einer schwierigen Lage normalerweise gemeldet. Genau dieser Widerspruch macht den Fall so schwer einzuordnen: Einerseits steht eine geschilderte Attacke in Palma im Raum, andererseits fehlt bis heute jeder direkte Lebenszeichen-Kontakt. Auch ein Antrag auf Ersatzpapiere wurde nach Familienangaben bislang nicht beim Konsulat gestellt.
Anna W. lebte rund zehn Jahre in Hamburg, bevor sie im November 2025 nach Mallorca zog. Sie stammt ursprünglich aus Polen. Die Familie sucht gemeinsam mit Freunden und Bekannten weiter nach Hinweisen auf ihren Aufenthaltsort. Unterstützt wird die Suche auch von SOS Desaparecidos, die einen Vermisstenaufruf für Anna W. verbreitet haben.
Die Angehörigen bitten Menschen in Hotels, Hostels und im Tourismussektor auf Mallorca, aufmerksam zu sein und eine Frau mit Annas Beschreibung zu melden: etwa 1,75 Meter groß, schlank, mit mittellangem braunem Haar und hellen Strähnen, blauen Augen und einer auffälligen Impfnarbe an der linken Schulter. Für die Suche zählt inzwischen jeder Hinweis, der den Weg von dem letzten bekannten Kontakt am 13. April bis zu ihrem heutigen Aufenthaltsort schließen kann.

