Lesen: Arnault verkauft Marc Jacobs an WHP Global und G-III für bis zu 850 Millionen Dollar

Arnault verkauft Marc Jacobs an WHP Global und G-III für bis zu 850 Millionen Dollar

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hat am 14. Mai 2026 eine endgültige Vereinbarung getroffen, um an zu verkaufen. steigt mit WHP in ein 50-50-Joint-Venture ein, das die Marke gemeinsam besitzen und den Deal mit bis zu 850 Millionen Dollar finanzieren soll.

Die Struktur des Geschäfts sieht vor, dass das Joint Venture das geistige Eigentum von Marc Jacobs behält, während G-III das weltweite operative Geschäft übernimmt, darunter Direct-to-Consumer- und Wholesale-Aktivitäten. Marc Jacobs bleibt nach dem Eigentümerwechsel als Kreativdirektor an Bord. Für den Designer endet damit die Verbindung zu LVMH nach nahezu drei Jahrzehnten; der Konzern hatte 1997 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen.

WHP Global verwaltet derzeit mehr als 15 Marken, die zusammen mehr als 8,50 Milliarden Dollar an jährlichen Einzelhandelsumsätzen erzielen. Nach Abschluss des Deals erwartet das Unternehmen, dass diese Summe auf mehr als 9,50 Milliarden Dollar steigt. G-III sagte, es wolle rund 500 Millionen Dollar beisteuern und damit eine Beteiligung finanzieren, die nach Angaben von , dem Vorsitzenden und Vorstandschef des Unternehmens, auch der Diversifizierung eines Portfolios dient, zu dem bereits und gehören.

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Die Transaktion fällt in eine Phase, in der LVMH seine Ressourcen stärker auf die wichtigsten Häuser des Konzerns bündelt. Der Verkauf folgt auf andere Portfolio-Entscheidungen: Im vergangenen Jahr trennte sich LVMH von Off-White, im Januar gab der Konzern seine Beteiligung an Stella McCartney ab. Zudem heißt es aus dem Umfeld des Marktes, LVMH könnte auch einen möglichen Verkauf von Fenty Beauty prüfen.

Für Marc Jacobs selbst endet die Trennung mit versöhnlichen Worten. Er sagte, er sei für drei Jahrzehnte Unterstützung dankbar. Arnault nannte Jacobs einen "un créateur d'une rare inventivité" und verwies darauf, dass die Marke unter LVMH zu einem weltweiten Geschäft mit Prêt-à-porter, Lederwaren und Parfüms gewachsen sei. Doch die Frage, die über dem Deal steht, ist nicht die des Abschieds, sondern der Richtung: LVMH zieht sich aus einem weiteren Namen zurück, während der Druck auf den Konzern wächst, sein Kapital auf die Marken zu konzentrieren, die den größten Teil seines Wachstums tragen.

Hinzu kommt ein schwierigeres Marktumfeld. LVMH sagte, der Krieg im Iran habe die Verkäufe der Gruppe im letzten Quartal um mindestens 1 Prozent gedrückt. Damit bekommt der Umbau des Portfolios eine zusätzliche Dringlichkeit, und die Trennung von Marc Jacobs wirkt weniger wie ein einzelner Verkauf als wie ein weiterer Baustein in einer klaren strategischen Verschiebung.

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