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Prognose: Deutschland steuert auf frühsommerliche Wärme zu

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Deutschland startet mit trüben Wetteraussichten in die neue Woche, doch schon ab Dienstag kippt die Lage spürbar. Der Deutsche Wetterdienst erwartet dann schauerartigen Regen und örtliche Gewitter, bevor es in der Nacht zum Donnerstag auf 4 bis 13 Grad abkühlt.

Am Dienstag werden vielerorts 15 bis 22 Grad erreicht. Für das deutet die Prognose dann auf einen grundlegenden Wetterwechsel hin: Bis Freitag sind laut aktueller Vorhersage bis zu 29 Grad möglich, am Samstag rechnet der Deutsche Wetterdienst regional mit 30 Grad.

Besonders deutlich zeigt sich der Umschwung am Feiertagswochenende selbst. In der Nacht zum Sonntag werden im Nordwesten dichte Wolkenfelder und örtlich etwas Regen erwartet, doch am bringt das globale Modell GFS im Westen und Osten Deutschlands Temperaturen um 30 Grad. An den Küsten bleibt es frischer, weil der Wind von der See kühlere Luft heranführt. Für sieht das Modell sogar bis in den Abend hinein 25 bis 30 Grad vor.

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Dass sich das Wetter so schnell dreht, hat mit der Lage über Europa zu tun. In den vergangenen Tagen bestimmte ein Trogsystem auf dem Atlantik das Wetter in Deutschland. Der Trog liegt derzeit zwischen Grönland, Island und Großbritannien und lenkt warme Luft aus dem Süden nach Mitteleuropa. Zugleich baut sich von Spanien aus ein Hochdruckgebiet auf, das sich nach Norden ausdehnt und nach aktuellen Berechnungen bis zum Pfingstwochenende große Teile Mitteleuropas überdecken soll.

Ganz sicher ist der Frühsommer aber noch nicht. Nach Berechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage könnte ein Störimpuls die Erwärmung zu den Feiertagen ausbremsen. In dieser Variante wären statt sommerlicher Werte nur 15 bis 25 Grad möglich. Der mögliche Störimpuls erreicht am 26. Mai Nordeuropa und dreht sich anschließend bis zum 29. Mai über Skandinavien ein.

Für die meisten Menschen in Deutschland lautet die Prognose damit erst einmal: erst wechselhaft, dann deutlich wärmer. Ob die Feiertage am Ende wirklich wie ein früher Sommervorstoß wirken oder doch nur ein kurzer Ausflug in warme Luft bleiben, entscheidet die Stabilität des Hochdruckgebiets über Mitteleuropa.

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