Edin Džeko schaut nach dem Aufstieg von Schalke 04 in die Bundesliga bereits auf den nächsten Schritt. Der 40-jährige Stürmer sagte am Freitag bei einer Medienrunde, er denke jeden Tag über seine Zukunft nach, während sein Vertrag im Sommer ausläuft.
„Let's see if I'm going to play in the Bundesliga next year“, sagte Džeko. „It's amazing for Schalke to be back in the Bundesliga, which is where I believe they should always be.“ Für Schalke ist das mehr als ein kurzer Moment des Feierns. Der Klub kehrt nach einer schwierigen Phase zurück in die höchste deutsche Liga, und Džeko hat daran mit sechs Toren und drei Vorlagen in 10 Einsätzen in der zweiten Bundesliga einen entscheidenden Anteil gehabt.
Džeko kam im Januar ablösefrei von Fiorentina und entschied sich damals gegen Paris FC. Er sagte, er habe vor allem Spielzeit gesucht, aber auch die Größe des Klubs, die Fans und das Stadion hätten eine Rolle gespielt. Schalke kämpfte zu diesem Zeitpunkt um den Aufstieg, und Džeko sagte, er habe helfen wollen, den Verein wieder nach oben zu bringen. Hinzu kam für ihn die Aussicht, im März genug Rhythmus für die Play-off-Spiele von Bosnien und Herzegowina gegen Wales und Italien zu haben.
Der Wechsel hat sich für ihn offenbar schneller ausgezahlt als erwartet. „Everything that has happened in the last four months has been even better than expected“, sagte Džeko. Er sprach von einem großen Klub mit großen Fans und sagte, er sehe bereits viel Liebe für sich. Das habe seine Entscheidung bestätigt.
Gleichzeitig ist die sportliche Lage offen. Džekos Vertrag endet in diesem Sommer, und er sagte, bevor irgendetwas entschieden werde, müsse er mit Schalke über deren Pläne sprechen. „I'm thinking about my future every day“, sagte er. „I have to talk to Schalke about their plans first, and then we'll decide.“
Der Hintergrund macht die Frage noch drängender: Džeko ist längst nicht mehr der klassische kurzfristige Neuzugang, sondern ein erfahrener Mittelstürmer, der Schalke mit Leistung und Präsenz geholfen hat. Er sagte, er habe nicht gedacht, dass er mit 40 noch spielen würde, und verwies darauf, dass er auf seinen Körper höre und vor und nach dem Training viel arbeite, um ihn fit zu halten.
Die zentrale offene Frage ist deshalb nicht, ob Džeko noch helfen kann. Das hat er in den vergangenen vier Monaten beantwortet. Entscheidend ist nun, ob Schalke und der Bosnier ihre Zukunft gemeinsam in der Bundesliga planen — oder ob der Sommer für beide Seiten einen neuen Anfang bedeutet.

