Sunderland werden für das Spiel gegen Everton im Hill Dickinson Stadium voraussichtlich nur eine Änderung an ihrer Startelf vornehmen. Roefs soll im Tor beginnen, und der Rest der Mannschaft dürfte weitgehend so bleiben, wie ihn der Trainer zuletzt aufgestellt hat.
Geertruida wird nach seiner überraschenden Berufung in der vergangenen Woche erneut erwartet, nachdem er dort stark aufgespielt hatte. Auch Mukiele und Alderete sollen ihre Partnerschaft in der Abwehr fortsetzen, während Ballard fehlt. Trai Hume kam im letzten Spiel nur auf eine gemischte Vorstellung, doch die größere Debatte dreht sich weiter um die Balance hinter der Viererkette.
Im Mittelfeld scheint sich die Auswahl fast von selbst zu ergeben. Habib Diarra wird wegen der Ausrichtung nicht als Starter erwartet, weil die drei Plätze dahinter anders besetzt werden sollen. Das öffnet die Tür für eine stabile Dreierreihe, die Sunderland in einem Spiel gegen Everton Halt geben soll, in dem sie David Moyes den Abend verderben wollen. In dieser Phase der Saison, in der die letzten Partien näher rücken, wird jede Entscheidung auch als Probe für die kommende Spielzeit gelesen.
Besonders aufmerksam wird auf Talbi geschaut, der links noch einmal eine Chance bekommen soll. Jimmy Ta Bi bleibt als Wildcard-Option im Gespräch und saß zuletzt auf der Bank, doch für den Moment spricht mehr für Kontinuität als für Experimente. Der Kader wirkt so, als wollten mehrere Spieler beweisen, dass sie Teil der Lösung für nächste Saison sein können, nicht nur Besetzung für den Augenblick.
Auch nach vorn bringt Sunderland frische Argumente mit. Brobbey lieferte am vergangenen Wochenende erneut ein starkes Spiel ab und fehlte nur das Tor. Nilson Angulo war dagegen zuletzt wegen seines Arms im Gesicht von Bruno Fernandes mitten in der Kritik, ein Moment, der die Wahrnehmung des Teams im Umfeld über das reine Ergebnis hinaus geprägt hat. Die Entscheidung für eine fast unveränderte Elf zeigt, dass Sunderland auf Verlässlichkeit setzt, nicht auf Aktionismus.
Roefs trägt dabei eine eigene Geschichte in dieses Spiel. Er hatte an diesem Ort früher in der Saison mit Elfmeter-Glanzpunkten überzeugt, und genau diese Erinnerung macht den Auftritt im Hill Dickinson Stadium heute noch ein wenig schwerer und wichtiger. Für Sunderland ist es eine Partie, in der die Auswahl nicht nur den Gegner, sondern auch die eigene Hierarchie nach innen sortieren soll.

