Borussia Mönchengladbach hat die Bundesliga-Saison 2025/26 mit einem klaren 4:0 gegen die TSG Hoffenheim beendet, doch der Abend bekam aus Gladbacher Sicht einen bitteren Beigeschmack. Haris Tabaković musste nach 71 Minuten raus, nachdem er sich im Duell mit Ozan Kabak den linken Fuß verdreht hatte.
Der 31-Jährige wurde von Mannschaftsarzt Stefan Hertl vom Platz getragen. Tabaković hatte zuvor selbst für das 2:0 getroffen, sein Treffer gegen Hoffenheim war bereits sein 13. Bundesligator im Gladbacher Trikot. Für einen kurzen Moment prägte er damit die Partie, dann stand plötzlich nicht mehr das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern die Verletzung.
Trainer Eugen Polanski brachte danach auf den Punkt, wie nah im Fußball Jubel und Sorge beieinanderliegen. Es sei ein fast perfektes Spiel gewesen, sagte er, nur fast, weil Tabaković verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Man hoffe noch, dass es nicht so schlimm sei und seine WM nicht gefährde. Genau darin liegt jetzt die eigentliche Bedeutung des Abends: Gladbach hat seinen Abschluss souverän gestaltet, doch für Tabaković beginnt nach dem Schlusspfiff das Warten auf die Diagnose.
Der Angreifer war bei Gladbach nur ausgeliehen, steht aber bei der TSG Hoffenheim noch bis 2027 unter Vertrag und soll zunächst dorthin zurückkehren. Das macht die Lage für beide Klubs komplizierter, vor allem für ihn selbst. Tabaković sorgt sich, dass die Fußverletzung seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft gefährden könnte, nachdem sich Bosnien und Herzegowina sensationell für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert hat.
Hinzu kommt ein Detail, das die Szene noch ärgerlicher macht: Tabaković sah im Spiel auch noch Gelb. Am Ende bleibt von einem sportlich überzeugenden Gladbacher Sieg damit auch die Erinnerung an einen Stürmer, der traf, half und dann verletzt vom Feld musste. Für ihn hängt nun alles an der Frage, wie schwer der verdrehte Fuß wirklich ist.

