Boy George ist beim Eurovision Song Contest in Wien am Dienstagabend im ersten Halbfinale ausgeschieden. Auch San Marino verpasste damit den Einzug ins Finale am Samstag, 16. Mai, obwohl Boy George mit Sängerin Senhit auf der ESC-Bühne stand.
Der Auftritt fiel knapp aus. Boy George war bei dem Lied "Superstar" erst gegen Ende zu sehen, stand weniger als eine Minute auf der Bühne und sang nur einen Satz. Die Frage, wie viel von einem Gastauftritt übrig bleibt, wenn er fast nur aus einem kurzen Einsatz besteht, stellte sich damit auf offener Bühne.
San Marino gehört seit Jahren zu den Ländern, die sich im Wettbewerb gegen deutlich größere ESC-Nationen behaupten müssen. In Wien reichte es diesmal nicht für das Finale, das am Samstag in der österreichischen Hauptstadt ausgetragen wird. Für Boy George, den früheren Frontmann von Culture Club und eine Musiklegende, endete der Abend mit einem sehr kurzen Einsatz und ohne Ergebnis.
Ins Finale schafften es am Dienstagabend Israel, Schweden, Finnland und Griechenland. Das zweite Halbfinale ist für Donnerstagabend angesetzt. Gastgeber Österreich hatte seinen Platz im Finale bereits sicher, ebenso die sogenannten Big Five Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich, die wegen ihrer großen finanziellen Beiträge automatisch qualifiziert sind.
Gerade daran misst sich auch die Spannung dieses Wettbewerbs: Während einige Länder ohne Vorentscheid direkt im Finale stehen, bleibt für andere jeder Halbfinal-Auftritt ein Alles-oder-nichts-Abend. Für San Marino hat dieser Dienstag in Wien das Ende dieser Runde markiert; für Boy George blieb vor allem der Eindruck eines Auftritts, der kaum länger dauerte als ein Atemzug.

