Denmark’s Søren Torpegaard Lund hat sich mit „Før vi går hjem“ für das Eurovision-Finale in Wien qualifiziert und wird den Wettbewerb am Samstag als Erster auf die Bühne bringen. Der 27-jährige Musicaldarsteller steht damit in einem Feld von 25 Finalisten, von denen 20 den Weg über die Halbfinals nehmen mussten.
Für Dänemark ist der Einzug mehr als nur ein weiterer Finalplatz. Es ist der erste dänischsprachige Song seit 29 Jahren, der das Eurovision-Finale erreicht, und zugleich die bisher stärkste dänische Teilnahme seit Emmelie de Forest 2013 gewann. Dass Lund ausgerechnet die Show eröffnet, gibt dem Auftritt noch mehr Gewicht: Wer früh startet, setzt den Ton für den ganzen Abend, auch wenn der Sieg noch lange nicht entschieden ist.
Die Einschätzung von Buchmachern und Experten fällt dennoch ungewöhnlich kühn aus. Sie sehen in Dänemarks Beitrag sogar die Möglichkeit eines Überraschungssiegs am Samstag. Gleichzeitig favorisieren die Wettanbieter Einträge aus Finnland, Australien und Griechenland, was zeigt, wie offen das Rennen trotz des dänischen Rückenwinds bleibt. Die Rangfolge der Favoriten kann sich in einem Finale mit 25 Nationen schnell verschieben, vor allem wenn ein früher Start wie der von Lund sofort trägt.
Das Eurovision-Finale in Wien beginnt damit nicht mit einem sicheren Titelanwärter, sondern mit einem Beitrag, der für Dänemark eine seltene Rückkehr in die eigene Sprache markiert. Das ist auch der Kern der Geschichte: Nicht nur, dass Søren Torpegaard Lund im Wettbewerb steht, sondern dass „Før vi går hjem“ Dänemark wieder dorthin gebracht hat, wo das Land seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr war. Wer den Abend gewinnen will, muss sich nun an genau diesem Auftakt messen lassen.

