Lesen: Michael Schulte: Sarah Engels setzt bei ESC-Auftritt auf Frauenpower

Michael Schulte: Sarah Engels setzt bei ESC-Auftritt auf Frauenpower

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will in ihrer ESC-Woche mit „Fire“ nicht nur einen Auftritt abliefern, sondern eine Botschaft setzen. Die deutsche Starterin sagte, sie wolle mit dem Gesamtpaket aus Tanz, Lied und Show Frauenpower vermitteln und Frauen ermutigen, sich freier und angstloser zu zeigen.

„Dass man als Frau man selbst sein darf“, sagte Engels in einem Interview und ergänzte, man könne stolz auf sich sein, ohne immer Erwartungen von außen erfüllen zu müssen. Für sie ist genau das der Kern ihres Auftritts: nicht eine Rolle spielen, sondern auf der Bühne sie selbst sein. „Am Ende des Tages ist der Schlüssel für Erfolg und Zufriedenheit, dass man keine Rolle spielt, sondern einfach man selbst ist“, sagte sie. „Was kann dann schon Schlimmes passieren?“

Die Sängerin knüpft damit an ihren Weg an, der nach eigenen Worten schon mit 17 Jahren begann. Damals habe alles losgelegt, sagte sie. Seitdem sei sie über viele Jahre auf der Bühne gewesen und habe erst einmal sich selbst finden müssen. Dieser Weg habe nicht nur aus Erfolg bestanden. „Ich stehe schon so lange auf einer Bühne und musste mich über all die Jahre erst einmal selbst finden“, sagte Engels. Sie habe in ihrem Leben oft fallen müssen, und manches habe wehgetan.

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Genau diese Offenheit macht ihre Botschaft für den ESC-Auftritt bemerkenswert. Während die Eurovision-Community Künstlerinnen und Künstler nach ihren Worten auch dann trage, wenn sie sich nicht sexy präsentierten, will Engels den Blick auf etwas anderes lenken: auf Selbstbewusstsein, Freiheit und die Erlaubnis, anders zu sein. Das Publikum, sagte sie, trage die Darsteller durch die ganze Show, gebe ein gutes Gefühl und fange sie am Ende wieder auf.

Der Zeitpunkt ihrer Aussagen fällt mitten in die ESC-Woche, in der jede Nuance eines Auftritts unter besonderer Beobachtung steht. Engels sagte zugleich, sie bade auch heute nicht jeden Tag im Goldregen, sondern habe schlechte Phasen, in denen es ihr schlecht gehe und sie nichts auf die Reihe kriege. Gerade deshalb sei es wichtig, die Gefühle, die sie selbst trage, mit anderen Frauen zu teilen. Man dürfe seine Träume nicht aus den Augen verlieren und müsse fokussiert bei sich bleiben, sagte sie.

Dabei geht es ihr auch um den Umgang mit Kritik. Es gebe immer zweifelnde und kritische Stimmen, die laut würden, sagte Engels, doch sie sollten einen nicht verwirren. Für ihren ESC-Auftritt in Deutschland ist das eine klare Ansage: Der Abend soll nicht nur eine feurig-frivole Powershow zu „Fire“ werden, sondern ein Auftritt mit Haltung. Ihr Fazit ist einfach und eindeutig: Erfolg und Zufriedenheit beginnen für sie dort, wo man aufhört, für andere zu funktionieren.

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