Heute um 21 Uhr steigt in Wien das große Finale des 70. Song Contests. Für Österreich ist es ein weiterer Abend, an dem die eigene ESC-Geschichte im Rampenlicht steht.
Victoria steht heute noch einmal in Juwelen von Chopard auf der Bühne. Der Wert dieser Stücke liegt in den Millionen und passt zu einem Finale, das mehr ist als nur ein Wettbewerb: Es ist die Bühne, auf der sich der Gastgeber als Teil einer langen ESC-Erzählung zeigt.
Österreich nahm 1957 zum ersten Mal am Eurovision Song Contest teil und ist seitdem insgesamt 58 Mal angetreten. Dreimal holte das Land den Sieg. Udo Jürgens gewann 1966 mit „Merci, Cherie“, Conchita Wurst folgte 2014 mit „Rise Like a Phoenix“, und im letzten Jahr brachte JJ mit „Wasted Love“ den Song Contest erneut nach Österreich nach Wien.
Genau darin liegt die Bedeutung dieses Abends. Das Finale findet nicht in einem neutralen Rahmen statt, sondern in einer Stadt, die schon mehrfach im Zentrum der ESC-Geschichte stand und den Wettbewerb erst vor einem Jahr wieder zurückbekam. Wien ist damit nicht nur Gastgeber, sondern auch Schauplatz einer Rückkehr.
Die offene Frage ist heute nicht, ob Österreich eine große ESC-Vergangenheit hat. Das ist belegt. Entscheidend ist, ob das Finale in Wien diese Geschichte noch einmal mit einem Ergebnis verbindet, das über den Abend hinaus im Gedächtnis bleibt.

