Lesen: Ard Mediathek: Drei Krimiserien im Mai mit Mord, Macht und Ermittlungen

Ard Mediathek: Drei Krimiserien im Mai mit Mord, Macht und Ermittlungen

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Die stellt im Mai drei Krimiserien bereit, die sehr unterschiedliche Seiten des Genres zeigen: Totenfrau, Sternstunde der Mörder und Reykjavík 112. Wer in diesen Tagen nach düsteren Fällen, historischen Ermittlungen oder realitätsnaher Polizeiarbeit sucht, findet damit eine kompakte Auswahl für den Monat.

Totenfrau ist mit den Staffeln 1 und 2 verfügbar und basiert auf dem Roman von . In der Hauptrolle spielt die Bestatterin , die nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes eine Spur aus Lügen, Machtmissbrauch und Gewalt freilegt. Staffel 1 führt sie in die Tiefe einer scheinbar intakten Tiroler Gemeinschaft, Staffel 2 treibt ihre Geschichte weiter voran und rückt Schuld, Rache und moralische Grenzüberschreitungen in den Mittelpunkt.

Dass die Serie gerade jetzt in der Mediathek präsent ist, liegt auch an ihrer klaren Dramaturgie: Sie beginnt als persönlicher Schock und weitet sich Schritt für Schritt zu einem Fall aus, in dem private und gesellschaftliche Abgründe ineinandergreifen. Genau darin liegt der Reiz von Totenfrau — nicht nur im Rätsel um die Tat, sondern in der Frage, wie weit ein Mensch geht, wenn das eigene Leben zerbricht.

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Sternstunde der Mörder verlegt den Blick in das Wien der 1920er Jahre und greift auf reale Fälle zurück. Die historische Krimiserie folgt der Jagd nach einem Serienmörder und verbindet die Ermittlungsarbeit mit den sozialen Spannungen der Zwischenkriegszeit. Damit erzählt sie nicht nur von einem Täter, sondern auch von einer Stadt, in der sich die Ordnung nach dem Krieg neu sortieren muss.

Der zweite Zugang der Auswahl könnte unterschiedlicher kaum sein: Reykjavík 112 begleitet ein Team aus dem Notruf- und Polizeizentrum 112 Reykjavík durch Alltag und Ausnahmezustand. Die Serie setzt auf eine realistische Darstellung von Einsätzen, in denen Routine, Chaos und plötzliche Eskalation dicht beieinanderliegen. Es geht um häusliche Konflikte, Vermisstenfälle, psychische Krisen und Lagen, die jederzeit kippen können.

Gerade dieser Kontrast macht das Mai-Angebot der ARD-Mediathek aus. Totenfrau liefert den psychologischen Thriller mit Familien- und Gewaltgeschichte, Sternstunde der Mörder verbindet Kriminalfall und historische Zeitdiagnose, und Reykjavík 112 bleibt ganz nah am Dienstalltag. Wer eine klassische Whodunit-Struktur sucht, wird bei allen drei Titeln nur teilweise fündig — am stärksten setzt die Auswahl auf Ermittlungen, die mehr über ihre Figuren und ihr Umfeld erzählen als über den bloßen Täterblick.

So wird die Krimi-Runde im Mai vor allem zu einer Frage der Perspektive. Bei Totenfrau steht Brünhilde Blum im Zentrum einer Rache- und Schuldgeschichte. Sternstunde der Mörder schaut auf ein historisches Wien, das selbst unter Druck steht. Reykjavík 112 zeigt schließlich, wie schnell aus einem scheinbar normalen Einsatz ein Fall wird, der alle Beteiligten überfordert. Wer wissen will, wie breit Krimi heute erzählt werden kann, bekommt in der ARD-Mediathek drei klare Antworten.

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