Eine rund zwölf Kilometer lange Dieselspur hat am Donnerstag, dem 14.05.2026, auf der B138 und der A9 einen aufwendigen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Spur zog sich vom Bereich Liezen bis zum Rastplatz der A9 bei Spital am Pyhrn.
Etwa 60 Feuerwehrkräfte aus vier Feuerwehren arbeiteten gemeinsam mit Polizei, Autobahnpolizei, Straßenmeisterei, Asfinag und einer Kehrmaschine daran, den Diesel zu binden, die Fahrbahn zu reinigen und ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Die Auffahrt zur A9 bei Spital am Pyhrn wurde für die Reinigungs- und Sicherungsarbeiten vollständig gesperrt, die B138 war währenddessen nur erschwert passierbar.
Der Einsatz war deutlich mehr als eine normale Reinigungsfahrt. Weil anhaltender Regen den ausgetretenen Diesel weiter auf der Fahrbahn verteilte, mussten die Kräfte entlang der Strecke mehrere Abläufe abdichten und in der Teichl Ölsperren errichten, um eine Verunreinigung von Gewässern zu verhindern. Gerade dieser Schritt zeigt, wie schnell aus einer Ölspur ein Einsatz mit Umweltrisiko werden kann.
Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, die Dieselspur zu binden und die Straße so weit wie möglich zu sichern, während die verschiedenen Stellen die Verkehrslage und die betroffenen Bereiche absicherten. Dass die Arbeiten auf der wichtigen Verbindung zwischen B138 und A9 nur mit Sperren und Geduld möglich waren, machte den Tag für Autofahrer spürbar länger. Für die Einsatzkräfte stand am Ende vor allem eines im Vordergrund: Die Verunreinigung blieb offenbar auf die Fahrbahn begrenzt, weil die Ausbreitung rechtzeitig gestoppt wurde.
Der Fall zeigt, wie schnell eine ölspur auf einer Hauptverkehrsroute zu einem Koordinationsproblem für mehrere Organisationen wird. Am Ende entschied nicht die Länge der Spur allein über die Lage, sondern das Zusammenspiel von Reinigung, Sperren und Gewässerschutz.

