FC Köln setzt El Mala im aktuellen Transfermarkt bei rund 50 Millionen Euro an, während Brentford mit einem Angebot von etwa 40 Millionen Euro in das Rennen eingestiegen ist. Der Klub rechnet sogar damit, dass der Preis auf 60 bis 70 Millionen Euro steigen könnte, falls der Angreifer für die Weltmeisterschaft nominiert wird.
El Mala steht damit im Zentrum eines ungewöhnlich frühen Poker um einen Spieler, der erst seine erste Bundesliga-Saison in Köln begonnen hat. Brighton hatte schon im vergangenen Sommer Interesse gezeigt, Chelsea wird ebenfalls als Beobachter genannt, ebenso Bayern München und Borussia Dortmund. Gerade bei den beiden deutschen Schwergewichten gilt jedoch, dass sie bei einer Ablöse von mehr als 40 Millionen Euro zurückhaltend werden könnten.
Für Köln ist die Rechnung klar: Je größer die Bühne, desto höher der Preis. Dass der Klub den Markt so hoch ansetzt, passt zu einem Spieler, der sich nicht für den schnellen Wechsel entschieden hat, obwohl es im Sommer schon aus England lockte. Stattdessen blieb El Mala bei Köln und nahm seine erste Bundesliga-Saison dort auf, wo er sich weiterentwickeln soll.
Die Nationalmannschaft spielt in dieser Bewertung eine zentrale Rolle. Im November 2025 stand El Mala im Kader für das WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg, kam beim 2:0-Auswärtssieg aber nicht zum Einsatz. Seitdem spielte er für Deutschland nur noch in der U21, wo er in drei Einsätzen ein Tor und eine Vorlage verbuchte. Genau diese Zwischenstellung macht ihn für Vereine interessant, die auf ein noch nicht ausgereiztes Profil setzen.
Hier liegt auch die Spannung für Köln: Der Verein hofft auf den sportlichen Schub, den eine WM-Nominierung bringen könnte, bevor überhaupt ein möglicher Millionenverkauf konkret wird, wie es in Saïd El Mala: Köln hofft auf WM-Schub vor möglichem Millionenverkauf bereits angelegt ist. Gleichzeitig bleibt offen, ob ein Klub wie Brentford mit 40 Millionen Euro tatsächlich ausreicht, um Köln an den Verhandlungstisch zu bringen. Sollte die Nationalmannschaft doch noch zum Hebel werden, könnte El Malas Wert in eine Region steigen, in der selbst große Interessenten zweimal rechnen müssen.

