Lesen: Swr1 Live in Kaiserslautern: Klos und Stabel über FCK, Nachwuchs und Bundesliga

Swr1 Live in Kaiserslautern: Klos und Stabel über FCK, Nachwuchs und Bundesliga

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und haben bei einem Live- in Kaiserslautern offen über den 1. FC Kaiserslautern gesprochen. Die Aufnahme von „“ lief auf einer Bühne vor der Stiftskirche, mitten in einer Stadt, die gerade ihr 750-jähriges Bestehen feiert.

Der Abend in der swr1 live Umgebung drehte sich um das Ende der Saison, die am Sonntag mit dem Spiel gegen Magdeburg ausklang, und um das, was beim FCK als Nächstes kommt. Klos machte dabei deutlich, dass die Mannschaft über weite Strecken nicht die nötige Stabilität gefunden habe. „Das heißt, ein Stück weit die Balance und auch Stabilität, so wie wir sie uns gewünscht haben, waren dieses Jahr nicht vorhanden“, sagte er. Zugleich betonte er, dass der Anspruch des Vereins bleibe, „irgendwann zu spielen“.

Sportlich war die Saison nach Klos’ Worten früh erstaunlich stabil, aber eben nicht konstant genug. Schon nach dem dritten Spieltag habe der FCK nicht schlechter als Rang sieben dagestanden, sagte er. Genau daran entzündete sich auch die Analyse: Es gab Phasen mit Anschluss an die Spitze, aber kein dauerhaftes Niveau, auf dem die Mannschaft Druck und Erwartungen über längere Zeit tragen konnte. Klos brachte es auf den Punkt: „Ich kann nicht vor 50.000 spielen und keinen Druck haben.“

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Damit traf er einen Kern dessen, was den Klub am Betzenberg ausmacht. Der Druck gehört für Klos zur DNA des FCK, und er machte keinen Hehl daraus, dass nicht jeder junge Spieler das sofort mitbringt. Manche Talente bevorzugten kleinere Standorte, weil sie dort ruhiger arbeiten könnten. Für den FCK sei das trotzdem kein Grund, den eigenen Weg zu ändern. Klos hofft, „dass wir das ein oder andere jüngere Talent wieder zum FCK bekommen“.

Auch Stabel stellte sich hinter den Kurs, den Klub wieder stärker über eigene junge Spieler zu entwickeln. Er schaue das „mit ganz viel Wohlwollen“, sagte er, wenn der FCK wieder mehr Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu den Profis bringe. Gleichzeitig warnte er vor zu einfachen Lösungen. Eine Mannschaft nur mit Jungen aufzubauen, funktioniere nicht, sagte Stabel sinngemäß, die Mischung müsse stimmen. „Ich kann nicht sagen, ich baue jetzt eine Mannschaft auf nur mit Jungs. Die Symbiose muss stimmen“, sagte er.

Für die Kaderplanung spielt auch der Kalender gegen den Verein. Klos erklärte, dass der Transfermarkt durch die im Sommer verzögert sei. Der FCK wolle den Kader dennoch bis Ende Juni so verstärken, dass er gut in die neue Saison starten könne. Gerade deshalb sei die Phase nach dem letzten Spieltag wichtig: Jetzt gehe es darum, früh Klarheit zu schaffen und nicht in den Sommer hineinzuschlittern.

Stabel ordnete den Verein zugleich über den sportlichen Alltag hinaus ein. Der FCK sei ein „Zugpferd“ für die Menschen in der Stadt und weit darüber hinaus, sagte er. Er hoffe, den Klub noch einmal in der ersten Liga zu erleben. Damit blieb der Abend vor der Stiftskirche nicht bei nostalgischen Erinnerungen stehen, sondern endete mit einem klaren Ziel: Der FCK will junge Spieler zurückholen, den Kader rechtzeitig verstärken und sich wieder so aufstellen, dass Bundesliga nicht nur Wunschbild bleibt.

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