Lesen: Peter Mcdonald meldet geringeres Defizit bei der ÖGK als erwartet

Peter Mcdonald meldet geringeres Defizit bei der ÖGK als erwartet

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Die hat für 2025 ein Defizit von 156,3 Millionen Euro gemeldet und liegt damit deutlich besser als die im Februar erwarteten minus 906 Millionen Euro. Für 2026 rechnet die Kasse nun mit einem Minus von 217,8 Millionen Euro, für 2027 mit 398,8 Millionen Euro.

ÖGK-Obmann sagte, seit 2020 seien 300 Dienstposten gestrichen worden und man reduziere die Verwaltungsflächen um zehn Prozent. Zugleich verwies er darauf, dass 98 Prozent der Ausgaben direkt in Versicherungsleistungen flössen. „Weiters haben wir Gehaltsabschlüsse für die Sozialversicherungsmitarbeiter merkbar unter der Inflation abgeschlossen. Wir sparen im eigenen Bereich zuerst“, sagte McDonald.

Der Kassenchef kündigte außerdem an, die hohe Zahl der Medikamentenverordnungen genauer prüfen zu wollen. In Österreich kommen auf eine versicherte Person im Schnitt 13 Arztbesuche pro Jahr, was das System zusätzlich belastet. ÖGK sagt, dass die Entwicklung der kommenden Jahre nicht nur eine Frage von Sparmaßnahmen ist, sondern auch von der alternden Bevölkerung, die mehr Leistungen braucht.

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Der nun veröffentlichte Wert für 2025 fällt auch deshalb niedriger aus, weil die frühere Prognose sehr vorsichtig angesetzt war. Zudem war das Jahr 2025 bei der höheren Pensionisten-Beitragsrate nur ein Rumpfjahr ab Juni. Ab 2026 steigt der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten von 5,1 auf 6,0 Prozent. In der Februar-Prognose hatte die ÖGK für 2026 noch minus 431 Millionen Euro und für 2027 minus 687 Millionen Euro erwartet.

Der Druck auf die Kasse dürfte dennoch hoch bleiben. In den kommenden 25 Jahren soll die Zahl der Menschen über 65 um 50 Prozent steigen, und diese Gruppe braucht doppelt so viele medizinische Leistungen wie Jüngere. McDonald nannte außerdem den , die Energiekrise, hohe Arbeitslosigkeit und verhaltenen Konsum als zusätzliche Belastungen. Die ÖGK geht damit zwar mit besseren Zahlen als erwartet in die nächsten Jahre, aber nicht mit einer Entwarnung.

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