In Feldkirchen entstehen bis Mai 2028 insgesamt 44 Wohneinheiten in einem neuen mehrgeschossigen gemeinnützigen Holzwohnbauprojekt. Dazu gehört auch ein inklusiver Wohnverbund für Menschen mit Behinderung.
Das Vorhaben wurde am Donnerstag in Moosburg bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Geplant sind 36 reguläre Wohnungen sowie drei Wohnverbünde mit acht Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit der Diakonie de La Tour. Kärnten setzt damit im gemeinnützigen Wohnbau wieder stärker auf Holz.
Gaby Schaunig sagte, Kärnten verfüge als Holzland über einen wertvollen heimischen Rohstoff, starke regionale Betriebe und große Expertise im Holzbau. Sie betonte, das Projekt zeige eindrucksvoll, dass Holz wieder verstärkt als nachhaltiger Baustoff im gemeinnützigen Wohnbau eingesetzt werden könne. Zugleich verwies sie darauf, dass durch intelligente Planung, Optimierung und regionale Kooperation wirtschaftlich tragfähige Lösungen möglich seien.
Herbert Gaggl hob die internationale Bedeutung Kärntens als Holzstandort hervor und verwies auf den Verein TINAA mit Sitz in Moosburg. Herwig Seiser unterstrich die Bedeutung des Projekts im europäischen Kontext und stellte den Zusammenhang mit nachhaltigem Bauen, Dekarbonisierung und ressourcenschonender Entwicklung heraus. Nach seinen Worten spielt Holz als nachwachsender Rohstoff, der CO₂ langfristig bindet, dabei eine zentrale Rolle.
Das Projekt knüpft an frühere Holzbauprojekte im Kärntner Wohnbau an, die es schon gegeben hat, die zuletzt aber seltener geworden sind. Kostenentwicklungen galten dabei vielfach als Hürde. Genau an diesem Punkt soll das Vorhaben in Feldkirchen ansetzen: Es verbindet Wohnraum mit Inklusion und soll zugleich zeigen, dass regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Tragfähigkeit im Holzbau zusammengehen können. Für Kärnten ist das mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein Testfall dafür, ob die Branche im gemeinnützigen Wohnbau wieder an Fahrt gewinnt.
