Vor dem nächsten „Let’s Dance“-Abend am Freitag hält ein Detail die Fans länger bei der Stange als jede Ankündigung der Tänze selbst: Joel Mattli und Malika Dzumaev verraten den Song für ihren Auftritt in Show 9 erst live. Das offizielle Instagram-Konto der Sendung legte die Tänze, Lieder und Themen für die sechs verbliebenen Paare offen, ließ bei dem Duo aber ausgerechnet den Titel offen.
Genau diese Ausnahme sorgt in den sozialen Netzwerken für Diskussionen. Auf Instagram fragten Zuschauer, warum Mattli anders behandelt werde als die anderen Paare. Einige vermuteten sogar, RTL setze die Geheimhaltung absichtlich als Marketing ein. Für eine Sendung, die sich in dieser Phase der Staffel ohnehin auf das Publikum stützt, ist das mehr als nur ein Nebengeräusch. Es ist Teil der Inszenierung, und sie funktioniert, weil sie eine Leerstelle offenlässt, über die sofort gesprochen wird.
Das Thema passt zum Kern des Abends. Die Show steht unter dem Motto „Magic Moments“, und für Mattli und Dzumaev lautet ihr persönliches Thema „Verbundenheit“. Dass die beiden zu den auffälligsten Paaren des laufenden Wettbewerbs gehören, hat die Jury in den vergangenen Sendungen mehrfach betont. Immer wieder hieß es, die beiden sähen sehr gut zusammen aus. Genau diese Formulierungen haben die Gerüchte um das Duo weiter angeheizt, und auch die Produktion hat sie immer wieder befeuert, ohne dass öffentlich je eine Beziehung bestätigt worden wäre.
Mattli selbst reagierte nach Show 5 auf die Spekulationen. Er sagte, ihre Dankbarkeit, Teil von „Let’s Dance“ zu sein, verbinde ihn und Dzumaev. Er fügte hinzu: „Es ist schön, wenn es passt und man nach dem Training nicht denkt: ‚Oh, jetzt aber schnell weg‘.“ Das war keine große Abwehrgeste, eher ein Satz, der die Diskussion nicht beendet, aber auf den Alltag eines eingespielten Duos zurückführt.
Für Mattli ist die Aufmerksamkeit nichts Neues. Der als „Ninja Warrior“-Star bekannte, in der Schweiz geborene Teilnehmer hatte sich schon in der Auftaktshow mit dem Publikumsvote ein direktes Ticket gesichert. Wer den Weg des Duos seitdem verfolgt, findet die frühe Zusage und die spätere Geheimhaltung in einer Linie: Die Show hält Mattli sichtbar, aber nicht vollständig berechenbar. Ein früherer Bericht über seinen Halbfinaleinzug nach einer Blut-Panne zeigte bereits, wie eng sich bei ihm sportliche Leistung, Zufall und Fernsehdramaturgie mischen.
Für Freitagabend bleibt damit vor allem eines wichtig: Show 9 ist auf sechs verbleibende Paare zusammengeschrumpft, und gerade deshalb fällt jede Abweichung stärker auf. Dass der Song von Mattli und Dzumaev bis zum Live-Auftritt geheim bleibt, ist kein Zufall am Rand, sondern der Punkt, an dem die Sendung ihre Neugier gezielt verdichtet. Ob das als romantische Andeutung, als clevere PR oder schlicht als Teil des Showgeschäfts gelesen wird, ändert am Ergebnis wenig. Die Spekulation ist inzwischen selbst Teil des Programms.

