Lesen: Sheila De Liz: So gelingt guter Sex nach der Menopause

Sheila De Liz: So gelingt guter Sex nach der Menopause

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Nach der Menopause geht es für guten Sex nach Ansicht von nicht um Romantik allein, sondern oft um etwas sehr Praktisches: Hormone. Die Gynäkologin sagt, Frauen sollten nach den Wechseljahren darüber nachdenken, ihre Hormonlage zu unterstützen, wenn sie Sexualität und Wohlbefinden nicht einfach dem Zufall überlassen wollen.

De Liz macht dabei einen Punkt, der hängen bleibt: Beim Sex sei es nicht vor allem eine Frage der Länge, sondern der Umfang. Damit stellt sie die übliche Vorstellung von Lust und Leistungsfähigkeit auf den Kopf und rückt das in den Mittelpunkt, was für viele Frauen tatsächlich zählt.

Die Ärztin spricht in einem Interview über Sex nach der Menopause und ordnet ihre Hinweise in einen breiteren Blick auf weibliche Lust ein. Frauen reagierten stärker auf Kontext und Situationen als Männer, sagt sie. Der Wunsch nach Sex entstehe bei ihnen selten plötzlich aus dem Nichts. Ob Lust da ist, hänge von mehreren Faktoren ab: von der Beziehung, vom Verlauf des Tages und davon, wie sich eine Frau gerade fühle.

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Genau das sei lange nicht ausreichend bekannt gewesen, sagt de Liz. Über Jahre hinweg habe man zu wenig verstanden, dass bei Frauen bestimmte Voraussetzungen zusammenkommen müssen, damit sich Verlangen überhaupt entwickeln kann. Wer das ignoriere, missverstehe schnell, warum guter Sex in einer langen Beziehung oder nach den Wechseljahren nicht einfach von selbst passiert.

Aus dieser Sicht erklärt auch ihre Formel von den drei geheimen Tipps für eine schöne Ehe, die sie im Gespräch anführt, warum Sexualität und Partnerschaft enger zusammenhängen, als viele annehmen. Es geht nicht nur um den Körper, sondern um Atmosphäre, Nähe und den Alltag, der darüber entscheidet, ob Lust Raum bekommt oder untergeht.

Die zentrale Botschaft der Gynäkologin ist damit nüchtern und direkt zugleich: Nach der Menopause muss Sexualität nicht abnehmen, aber sie verändert sich. Wer das ernst nimmt, denkt nicht zuerst an technische Fragen, sondern an Hormone, an den Umfang statt an die Länge und an die Bedingungen, unter denen weibliche Lust überhaupt entstehen kann.

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