Lesen: Off Campus Staffel 2: Guardian nennt die Serie „soapy“ und „spicy“

Off Campus Staffel 2: Guardian nennt die Serie „soapy“ und „spicy“

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

Die britische Zeitung hat mit einem Satz zusammengefasst, der die Serie kaum freundlicher, aber sehr deutlich beschreibt: „soapy, spicy and incredibly moreish“. In derselben Besprechung schrieb der Rezensent, Off Campus sei „in all senses, a straight copy of “.

Damit steht die college-lastige Hockey-Romanze in einer direkten Reihe mit einer anderen, deutlich bekannteren Vorlage. Heated Rivalry basiert auf der überaus populären schwulen Romance-Reihe von , während Off Campus auf Elle Kennedys ebenso populärer heterosexueller Romanserie beruht. Der Unterschied liegt also nicht im Grundrezept, sondern eher im Tausch von Schauplatz und Figuren: hier die Welt heißblütiger College-Eishockeyspieler Mitte 20, dort Profiteams und ihre ebenso heißen aufstrebenden Stars.

Im Zentrum von Off Campus steht , der Kapitän des Hockeyteams der Briar University und Sohn der Eishockey-Legende . Laut der Besprechung verweigert Garrett es, irgendeine Frau zu seiner Freundin werden zu lassen. Gespielt wird er in der Serie von Ella Brights Gegenspielerin in einer anderen Hinsicht: Bright, die schon Darrell Rivers in der Verfilmung von Enid Blytons Malory Towers spielte, übernimmt hier Hannah Wells, eine Musikstudentin, deren Stipendium abrupt endet und die daraufhin Pop-Songs für eine Showcase schreibt, um Geld für ihr Studium zu bekommen.

- Advertisement -

Die Geschichte setzt auf Reibung von Anfang an. Hannah bekommt Flashbacks, sobald sie sich dem „jockiest of the school jocks“ zu sehr nähert; Garrett wiederum fällt in einem Fach durch, in dem sie glänzt. Sie braucht Geld, hasst Hockey und Jocks nach eigener Aussage viel zu sehr, um ihn zunächst zu tutorieren. Dass genau daraus der Deal entsteht, ist die Art von Hochschulromanze, auf der solche Serien stehen: Er muss lernen, sie muss überleben, und beide müssen am Ende mit der Chemie klarkommen, die zwischen ihnen nicht verschwindet, nur weil sie sie lieber ignorieren würden.

Für die Einordnung ist der Zeitpunkt der Besprechung entscheidend: Off Campus wurde gerade besprochen, und die Reaktion fiel nicht nüchtern aus, sondern auffällig pointiert. Der Vergleich mit Heated Rivalry macht klar, wie stark die Serie in einem bereits dicht besetzten Genre mitspielt. Was ihr helfen dürfte, ist genau das, was die Kritik bereits festhält: Sie ist sehr vorhersehbar, sehr verführerisch und offenbar so gebaut, dass man nach einer Folge direkt die nächste will.

Die eigentliche Frage ist damit nicht, ob Off Campus das Genre neu erfindet. Das tut es nach dieser Besprechung nicht. Die Frage ist, ob die Serie genug Charme, Tempo und Ekstase hat, um gerade wegen ihrer Vertrautheit zu funktionieren. Der Guardian-Text legt die Antwort nahe: Ja. Und genau deshalb dürfte Off Campus für Fans von College-Romanzen und Hockey-Geschichten eher ein Bekanntes in sehr wirksamer Form sein als ein Risiko.

Anzeige
Diesen Artikel teilen