Kofi Amoako wird im Sommer zu Hamburger SV wechseln. Für den 21 Jahre alten Mittelfeldspieler zahlt der Zweitligist Dynamo Dresden nach Angaben aus dem Umfeld des Transfers zwischen einer und zwei Millionen Euro, möglich wurde der Deal durch eine Ausstiegsklausel für den Sommer.
Amoako ist damit der erste HSV-Zugang für die neue Saison und soll dort als Sechser oder Achter eingeplant werden. Für Dresden ist der Abgang sportlich wie wirtschaftlich ein Einschnitt, denn der Klub hatte den Spieler erst im Sommer 2024 von VfL Wolfsburg geholt und nach damaligen Berichten nur einen niedrigen sechsstelligen Betrag gezahlt.
Der Wechsel kommt nicht aus dem Nichts. Amoako hat in dieser Saison 31 Pflichtspiele für Dresden bestritten, 28-mal stand er in der Startelf. Der 1,86 Meter große U20-Nationalspieler kam als einer der verlässlichsten Akteure des Teams durch die Saison und spielte sich damit auch auf den Zettel größerer Vereine. Schon im Winter gab es dem Vernehmen nach Interesse aus England, darunter aus der Premier League sowie von Leeds United und weiteren Klubs von den britischen Inseln.
Für HSV ist der Transfer ein frühes Signal auf dem Markt, für Dresden ist er Teil eines heiklen Endspurts. Am Sonntag um 15.30 Uhr dürfte Amoako gegen Holstein Kiel sein letztes Spiel für die Sachsen bestreiten. Dresden geht mit 38 Punkten als Tabellensiebzehnter in den letzten Spieltag und kann im Fall einer Niederlage und gleichzeitiger Siege von Braunschweig, Düsseldorf und Bielefeld noch in die Relegation rutschen.
Dass ausgerechnet jetzt ein Leistungsträger den Klub verlässt, zeigt den Spagat, in dem sich Dresden befindet: Der Verein muss im letzten Saisonspiel den Klassenerhalt sichern und gleichzeitig akzeptieren, dass ein im Jahr 2024 günstig geholter Spieler binnen einer Saison zu einem der teuersten Abgänge des Sommers werden kann. Amoako, sechsmaliger U20-Nationalspieler Deutschlands, hatte für Wolfsburg bereits in der Saison 2023/24 sein Bundesliga-Debüt gegeben und dort mehr als zwei Kurzeinsätze absolviert. Für HSV beginnt seine nächste Station nun direkt nach dem Öffnen des Sommertransferfensters.

