Lesen: Ukraine: Russische Angriffe treffen US-Firmen und sorgen für Unruhe

Ukraine: Russische Angriffe treffen US-Firmen und sorgen für Unruhe

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Russische Angriffe haben in Ukraine Einrichtungen getroffen, die mit großen US-Unternehmen verbunden sind, und damit in Kiew wie in Washington neue Sorge ausgelöst. Zu den betroffenen Firmen zählen , , , , , und Flex Ltd.

Besonders auffällig war ein Angriff Mitte April, als sieben russische Drohnen innerhalb von drei Minuten ein Getreideterminal im Süden der Ukraine trafen, das Cargill gehört. Die Angriffe auf Anlagen von Cargill und Coca-Cola waren zuvor nicht öffentlich berichtet worden.

Für ukrainische und amerikanische Vertreter ist das mehr als ein weiterer Schlag im laufenden Krieg. Vertreter mehrerer US-Firmen sprachen das Thema im Februar bei einem Treffen mit einer überparteilichen Gruppe von US-Senatoren an, die Ukraine besuchten. Nach Angaben aus diesem Kreis sagten mehrere Unternehmen, sie glaubten, gezielt getroffen worden zu sein.

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Die Sorge ist nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich. sagte, Russland scheine zu versuchen, US-Unternehmen einzuschüchtern. Das passt zu dem Eindruck, den einige Wirtschaftsvertreter in Ukraine gewonnen haben: Moskau könnte mit den Angriffen auch signalisieren wollen, dass sich Investitionen aus dem Westen nicht lohnen, während Kiew seine Wirtschaftsbeziehungen zu Washington ausbauen will.

Der jüngste Bericht reiht sich in eine Serie von Angriffen ein, die nach Angaben aus Kiew in diesem Jahr öffentlich gemacht wurden und von Washington bislang nicht öffentlich verurteilt worden sind. Das Außenministerium erklärte lediglich, die USA hätten beide Seiten aufgefordert, von Angriffen auf US-Wirtschaftsinteressen abzusehen.

Die politische Linie ist damit klarer als die militärische Antwort. Während die US-Regierung Zurückhaltung fordert, bleibt offen, ob sie aus den Angriffen auf amerikanische Firmen in Ukraine eine größere Botschaft ableiten will: dass Russland nicht nur Infrastruktur zerstört, sondern gezielt an der Bereitschaft ausländischer Unternehmen rüttelt, im Land zu bleiben.

Die Liste der betroffenen Konzerne zeigt, wie tief internationale Wirtschaft in das Land eingebunden ist, selbst unter Kriegsbedingungen. Der Druck auf diese Präsenz dürfte weiter steigen, solange Angriffe auf Fabriken, Terminals und andere Betriebsstätten nicht als Ausnahme, sondern als Teil des Krieges erscheinen.

Kyiv Post beschreibt sich selbst als die erste und älteste englischsprachige Nachrichtenorganisation der Ukraine seit 1995.

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