Der Non-Food-Discounter Mäc-Geiz hat am Dienstag beim Amtsgericht Halle (Saale) Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die rund 180 Filialen des Unternehmens sollen zunächst geöffnet bleiben.
Das Unternehmen begründete den Schritt mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und sprach von einer grundlegenden Restrukturierung, die notwendig sei. Dazu gehört auch, dass alle Standorte auf ihre Rentabilität geprüft werden und Filialschließungen möglich sind.
Für die rund 1.200 Beschäftigten sind die Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate über Insolvenzgeld abgesichert. Mäc-Geiz nannte als Gründe für die Schieflage die Zurückhaltung der Verbraucher beim Ausgeben, steigende Lebenshaltungskosten und die wirtschaftliche Unsicherheit. Gerade an einem solchen Tag ist für die Belegschaft entscheidend, dass der Verkauf weiterläuft und die nächste Lohnzahlung nicht sofort zur offenen Frage wird.
Mäc-Geiz ist vor allem in Ostdeutschland mit vielen Standorten vertreten und verkauft Haushaltswaren, Drogerieartikel und Schreibwaren. Das erste Geschäft eröffnete 1994 in Halle; der Firmensitz liegt in Landsberg im Saalekreis. Erst vor kurzem hatte die Kodi Beteiligungs GmbH die Handelskette übernommen. Der Insolvenzantrag markiert nun den nächsten Einschnitt für ein Unternehmen, das sich nach Jahren mit vielen kleinen Filialen und knapp kalkulierten Warenkörben neu aufstellen muss.
Ob die neue Eigentümerstruktur und die Eigenverwaltung am Ende reichen, um die Kette zu verkleinern, ohne sie weiter auszudünnen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Klar ist schon jetzt: Mäc-Geiz geht nicht in den Stillstand, sondern in eine Phase, in der über jeden Standort einzeln entschieden werden dürfte.
