Lesen: Toter Wal vor Anholt sorgt in Dänemark für Alarm und Neugier

Toter Wal vor Anholt sorgt in Dänemark für Alarm und Neugier

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Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal gesichtet worden, der etwa 75 Meter vom Ufer entfernt im Wasser liegt. Ein örtlicher Naturaufseher sagte, das Tier sei 10 bis 15 Meter groß. Am frühen Donnerstagabend sorgte der Fund bei Einheimischen auf Anholt für Aufsehen, zahlreiche Schaulustige versammelten sich, um das Tier zu sehen.

Die dänische Naturschutzbehörde beobachtet die Situation, es gibt aber derzeit keine Pläne, den Wal zu bergen. Die dänische Umweltschutzbehörde rät dringend davon ab, sich dem Tier zu nähern, weil sich in toten Tieren Gas ansammeln kann und dadurch Explosionsgefahr besteht. Im Laufe des Tages soll der Wal bei Niedrigwasser näher untersucht und eine Gewebeprobe genommen werden.

Der Fund steht im Zusammenhang mit einem Buckelwal, der zuvor vor der deutschen Küste gestrandet war und mit viel Aufwand befreit wurde. Nach den vorliegenden Angaben war vereinbart worden, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Es ist bislang unklar, ob der gesichtete Kadaver tatsächlich dieser Ostsee-Buckelwal ist; der Tracker hatte zuletzt keine Daten mehr gesendet. Mehr zu dem früheren Fall finden Sie hier: Anholt Dänemark: Verdacht auf gestrandeten Buckelwal sorgt für Aufsehen.

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Die Geschichte bekommt zusätzliches Gewicht durch die jüngsten Vorfälle in der Region: Ende Januar und Anfang Februar strandeten mehrere Wale kurz nacheinander an verschiedenen Orten in Dänemark. Anfang Mai wurde zudem ein etwa zwölf Meter langer junger Wal vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern in einen wassergefüllten Lastkahn bugsiert, mit einem Schleppverband aus der Ostsee bis zur Nordspitze von Dänemark transportiert und dort unter nicht genau bekannten Umständen auf hoher See freigesetzt. Ob der Kadaver vor Anholt mit diesem Tier identisch ist, werden die kommenden Untersuchungen zeigen.

Für die Menschen auf Anholt bleibt vorerst vor allem eines klar: Wer jetzt aus Neugier zu nah an den Kadaver geht, setzt sich unnötig einem Risiko aus. Für die Behörden ist der Fund deshalb nicht nur ein Naturereignis, sondern auch ein Fall, bei dem Vorsicht und schnelle Klärung wichtiger sind als Spekulationen.

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