Lesen: Hpv-impfstoff senkt Krebsrisiko deutlich – Schutz vor HPV-Typen 16 und 18

Hpv-impfstoff senkt Krebsrisiko deutlich – Schutz vor HPV-Typen 16 und 18

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Die HPV-Impfung gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Krebsprävention weltweit. Sie schützt vor den wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen und kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs sowie weitere HPV-assoziierte Tumoren deutlich senken. Studien zeigen, dass sie bis zu 95 Prozent der Infektionen verhindert, die zu Gebärmutterhalskrebs führen können.

Besonders gut belegt ist die Wirkung, wenn die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt erfolgt. Dann trifft sie auf einen Erreger, der sich oft noch nicht im Körper festgesetzt hat. Humane Papillomviren umfassen mehr als 200 bekannte Typen, doch die Typen 16 und 18 verursachen einen großen Teil der HPV-bedingten Krebserkrankungen. Genau gegen diese und weitere relevante Varianten richtet sich der 9-valente Impfstoff, der einen breiten Schutz vor mehreren krebsauslösenden HPV-Typen bietet.

Die Zahlen sind auch deshalb so stark, weil der Blick auf HPV nicht bei einer Infektion endet. Die meisten HPV-Infektionen verschwinden innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst. Hochrisiko-Typen können jedoch länger im Körper bleiben und Krebsvorstufen auslösen. Das geht davon aus, dass die Impfung vor fast 95 Prozent der HPV-Infektionen schützt, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Langzeitdaten zeigen zudem, dass geimpfte Mädchen viele Jahre später ein deutlich geringeres Risiko haben, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

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HPV wird zwar am häufigsten mit Gebärmutterhalskrebs verbunden, spielt aber auch bei Tumoren im Mund-Rachen-Bereich, bei Analkrebs, Peniskrebs sowie bei bestimmten Krebsformen im Bereich von Vulva und Vagina eine wichtige Rolle. Der Impfstoff enthält dabei keine vollständigen Viren, sondern Virus-like-Particles, die das Immunsystem gezielt trainieren. Vollständigen Schutz gibt es trotzdem nicht, weil nicht alle HPV-Typen abgedeckt sind. Genau deshalb bleiben Vorsorgeuntersuchungen auch nach einer Impfung wichtig.

Die Verzögerung macht den Nutzen dieser Impfung für viele schwer greifbar: Was heute gestochen wird, zeigt seine größte Wirkung oft erst Jahre später. Doch die Bilanz ist klar. Die HPV-Impfung kann das Krebsrisiko deutlich senken, und sie gehört zu den seltenen medizinischen Maßnahmen, deren Wirkung sich nicht nur in Laborwerten, sondern in weniger Vorstufen und weniger Krebsfällen messen lässt.

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