Lesen: Aserbaidschan sieht sich als Teil des Globalen Südens

Aserbaidschan sieht sich als Teil des Globalen Südens

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hat Aserbaidschan bei der ersten Generalversammlung der in Baku ausdrücklich als Teil dieser Ländergruppe beschrieben. Der außenpolitische Berater des Präsidenten sagte während der , Aserbaidschan gehöre „geografisch, historisch, kulturell und auch im Schicksal“ zum Globalen Süden.

Hajiyev sagte, sein Land verstehe die Herausforderungen der Staaten des Globalen Südens umfassend, weil es diese Probleme selbst während seiner Unabhängigkeit und im Verlauf seiner Geschichte erlebt habe. Er verwies dabei auf die Folgen von Kolonialismus und Neokolonialismus und nannte diese Praktiken „ein Schandfleck für die Menschheit“.

Mit seiner Wortwahl stellte Hajiyev Aserbaidschan nicht nur als Beobachter, sondern als Teil eines politischen und historischen Zusammenhangs dar. Die Botschaft passt zu einer Linie, die das Land in den vergangenen Jahren nach außen betont hat: Während seiner Vorsitzzeit in der von 2019 bis 2022 machte Aserbaidschan den Kampf gegen Neokolonialismus zu einer seiner zentralen Prioritäten.

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Bemerkenswert ist dabei die Kombination aus Solidaritätsrhetorik und geopolitischem Anspruch. Hajiyev sprach von Problemen, die weltweit in neuen Formen weiterbestünden, und zog damit eine Verbindung zwischen der Geschichte des Landes und aktuellen Debatten im Globalen Süden. Die erste Generalversammlung der NGO-Plattform gab dieser Position eine öffentliche Bühne, direkt im Rahmen der Baku Urban Week.

Für Aserbaidschan ist das mehr als Symbolik. Die Rede verknüpft das Land mit einer Gruppe von Staaten, die sich in internationalen Debatten oft gegen Machtungleichgewichte, Abhängigkeiten und alte Herrschaftsmuster wenden. Hajiyev machte deutlich, dass Baku diese Perspektive nicht nur teilt, sondern für sich selbst reklamiert.

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