Max Herbrechter ist seit zehn Jahren Teil des „Kroatien-Krimi“ – und für ihn war eine Folge aus dieser Zeit die spannendste überhaupt. In dem Podcast „HÖRZU und ab geht’s“ sprach der Schauspieler über seine Rolle als Dezernatsleiter Kovac und erinnerte sich an eine Episode, in der die Vergangenheit seiner Figur im Mittelpunkt stand.
Es ging dabei um die Kriegszeit und Kovacs frühere große Liebe, die von ihm schwanger war. Herbrechter sagte über diese Folge: „Das war für mich die spannendste Folge“. Und er fügte hinzu: „Da hatte ich einfach noch mal viel mehr zu spielen.“
Die Rückschau zeigt, wie sehr sich Kovac in der Serie verändert hat. Herbrechter beschrieb ihn als „einen progressiven Konservativen“. Zu Beginn habe seine Figur große Probleme damit gehabt, als Branka Marić die Leitung des Dezernats übernahm. „Er hatte anfangs große Probleme damit“, sagte er. „Aber er hat sich entwickelt.“
Der nächste Auftritt für Herbrechter und das Team führt wieder an die Adriaküste. Die neue Folge trägt den Titel „Gefahr im Verzug“ und wurde in Kroatien gedreht. Darin will Kommissarin Valessa Matkovic den mutmaßlichen Serienvergewaltiger Drago Varga fassen, während zugleich die Leiche einer jungen Frau an Land gespült wird. Die Mordkommission Split ermittelt in dem Fall.
Herbrechter sprach auch über den Drehort selbst. Split sei für ihn inzwischen fast ein zweites Zuhause geworden, sagte er. „Wenn man das Glück hat, dort arbeiten zu dürfen, gibt es definitiv schlimmere Arbeitsorte“, erklärte er. Für ihn seien vor allem die Bedingungen vor Ort prägend: „Die Luft, das Licht, die Atmosphäre – das merkt man einfach.“
Genau daraus zieht der „Kroatien-Krimi“ seit Jahren seinen Reiz: aus der Mischung aus vertrauten Figuren, neuen Fällen und der Kulisse in Split. Herbrechter gehört inzwischen fest zu diesem Gefüge. Die neue Folge setzt dort an, wo die Serie immer wieder ihren stärksten Kern findet: bei einer Ermittlung, die persönlich wird, und bei einer Figur, die sich über ein Jahrzehnt hinweg weiterentwickelt hat.

