Rhea Harder-Vennewald hat in der ZDF-Sendung „Terra Xplore“ darüber gesprochen, wie sehr Mütter Kinder prägen und warum sie sich selbst nicht unter Druck setzen lässt. Die Folge „Ist Mama die Beste?“ lief am 10. Mai um 17:15 Uhr und war auch in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Harder-Vennewald, die seit fast 20 Jahren in der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ zu sehen ist, sagte Leon Windscheid, sie habe sich sehr über die Einladung gefreut, weil es „so ein schönes Thema“ sei. Die 50-Jährige ist Mutter von drei Kindern. Zu ihrer Rolle sagte sie: „Mamas sind der erste Kontakt der Kinder mit der Welt, die auf sie wartet.“ Den Einfluss von Müttern könne man ihrer Ansicht nach „nicht wegdenken oder wegreden“.
Die Ausgabe von „Terra Xplore“ stellte damit eine Frage in den Mittelpunkt, die viele Familien betrifft: Wie stark formen Mütter ihre Kinder, und wo beginnt der Druck, immer allem gerecht werden zu müssen? Harder-Vennewald gab darauf eine persönliche Antwort. Sie wolle, wie sie sagte, keine „halbe Mutter“ sein, sondern ganz für ihre Kinder da sein. Sie ergänzte: „Ich lass' mich nicht unter Druck setzen.“
Die Schauspielerin sprach auch über ihre eigene Familie. Ihre Mutter sei „eine starke Frau, die ihren Weg gegangen ist“, sagte Harder-Vennewald. Rückblickend hätte sie sich von ihr allerdings mehr Mut gewünscht: Sie hätte „ein wenig mutiger sein sollen, auch mal das zu machen, was sie will“. Diese Offenheit passte zu dem Ton der Sendung, in der nicht nur Idealbilder von Mutterschaft vorkamen, sondern auch Brüche und Belastungen.
Mit dabei war auch Nina Bott, die über ihre schwierige Kindheit mit einer abhängigen Mutter sprach. Außerdem erklärte die Bindungsforscherin Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll, wie Bindung tatsächlich entsteht. Entscheidend sei demnach verlässliche Präsenz, unabhängig davon, ob sie von Mutter, Vater oder einer anderen Bezugsperson komme. Auch Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn machte in der Folge deutlich, dass Mutterliebe keine Naturgesetzlichkeit ist.
Harder-Vennewald, die seit 2013 mit Jörg Vennewald verheiratet ist und zwei Kinder mit ihm hat, brachte in der Sendung auch ihren Blick auf Erziehung auf den Punkt. Sie wolle ihren Kindern „Die Achtung vor den Dingen und dem Leben“ mitgeben. Als Leitlinie nannte sie außerdem: „Sei achtsam zu anderen und Dir selbst gegenüber!“ Genau darin lag der Kern der Folge: nicht in einer Verklärung der Mutterrolle, sondern in der Frage, wie Kinder Liebe, Halt und Maßstab erfahren, ohne dass daraus ein unerreichbarer Anspruch an Mütter wird.
Die Antwort der Sendung ist am Ende klar: Mütter prägen Kinder tief, aber sie tragen diese Wirkung nicht allein und nicht als starres Ideal. „Terra Xplore“ zeigte Harder-Vennewald als jemanden, der diese Verantwortung annimmt, ohne sich davon erdrücken zu lassen.
