Für Alois Schwartz ist das Auswärtsspiel beim SV Elversberg am Sonntagmittag der letzte Auftrag als Trainer von SC Preußen Münster. Der 59-Jährige wird die Mannschaft damit zum Abschluss der Saison bei dem Team von Platz zwei in der 2. Bundesliga? Nein, in der 3. Liga, betreuen – und danach endet die Zusammenarbeit.
Der Klub und Schwartz haben sich darauf verständigt, ihren gemeinsamen Weg in der 3. Liga nicht fortzusetzen. Ole Kittner bedankte sich im Namen des Vereins bei dem Trainer und hob hervor, dass sich Schwartz trotz der schwierigen Lage und der knappen Zeit mit großer Überzeugung zu Preußen Münster bekannt habe.
Als Schwartz Ende März vorgestellt wurde, hatte Münster noch sieben Ligaspiele vor sich und brauchte dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft war zuvor in vier von fünf Partien als Verlierer vom Platz gegangen. Unter Schwartz änderte sich das Bild nur teilweise: Münster holte vier Unentschieden und verlor zwei Spiele, einen Sieg gab es nicht.
Genau daran misst sich nun das Ende dieser kurzen Amtszeit. Der Auftrag war klar, die Bilanz blieb ernüchternd, und die Tabelle gab am Ende nicht genug her, um den Abstieg noch abzuwenden. Schwartz sagte, die vergangenen Tage hätten offene Gespräche gebracht und beide Seiten seien gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass der Club einen Neustart brauche.
Für Münster geht es in Elversberg also nicht nur um den letzten Auftritt einer sportlich verpassten Rettungsmission, sondern auch um den Beginn der nächsten Suche. Schwartz wiederum verlässt den Klub nach einer kurzen Zeit, die er selbst als prägend beschrieb: Er sei zwar nur kurz Trainer gewesen, sagte er, doch es habe gereicht, um den Verein in sein Herz zu schließen.
