Lesen: Schalke will über Clemens Tönnies und Ehrpräsidium abstimmen lassen

Schalke will über Clemens Tönnies und Ehrpräsidium abstimmen lassen

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hat am Mittwoch die Einladungen zur Mitgliederversammlung am 18. Juli verschickt und darin eine Satzungsänderung zum Ehrenpräsidium aufgenommen. Nur wenige Stunden später folgte eine weitere Mitteilung: Der Klub verlängerte den Sponsoringvertrag mit um drei Jahre.

Im Zentrum der Abstimmung steht ein Antrag von vier aktiven Aufsichtsratsmitgliedern, die das Ehrenpräsidium enger fassen wollen. , , und Johannes Struckmeier beantragen, dass sich das Gremium und seine Mitglieder nicht öffentlich zu operativen Themen oder internen Klubangelegenheiten äußern sollen. Der Aufsichtsrat empfiehlt die Änderung in einer Fußnote zur Annahme.

Brisant ist der Vorstoß auch, weil und für das Ehrenpräsidium vorgeschlagen wurden. Beide sind 69 Jahre alt. Beim Ehrenpräsidium des Vereins ist die Mitgliedschaft normalerweise auf Lebenszeit angelegt, das Gremium selbst hat aber nur repräsentative Aufgaben und keine Entscheidungsgewalt im Klub. Nach BILD-Informationen will weder Tönnies noch Stevens ihre Kandidatur zurückziehen.

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Tönnies reagierte deutlich auf das Vorgehen. Er sagte: „Ich bin immer für den gemeinsamen Erfolg und verstehe dieses Vorgehen nicht!“ Der Unternehmer steht seit Jahren im Mittelpunkt von Konflikten rund um den Klub, und die erneute Debatte zeigt, dass Schalke auch in Fragen der Satzung und der Gremienbesetzung weiter unter Druck steht.

Der Zusammenhang ist schwer zu übersehen: Die vier Antragsteller gelten laut den vorliegenden Informationen als nah an den Ultras, während Tönnies bei dieser Gruppe unbeliebt ist. Dass ausgerechnet kurz vor der Entscheidung über das Ehrenpräsidium gleichzeitig die Partnerschaft mit Böklunder verlängert wurde, verleiht der Affäre zusätzliches Gewicht. Böklunder gehört zur Unternehmensfamilie Tönnies.

Am 18. Juli sollen die Mitglieder über die Vorschläge abstimmen. Für Schalke geht es damit nicht nur um eine Satzungsfrage, sondern auch um die Frage, wer bei einem der bekanntesten deutschen Traditionsvereine künftig den Ton angibt, wenn es um Repräsentation, Loyalität und öffentliche Grenzen geht.

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