Das Feuer in Padrón, A Coruña, blieb am Sonntag weiter aktiv, nachdem es rund 350 Hektar verbrannt hatte. Für die Bewohner von Cruxeiras de Abaixo gab es zugleich eine Entwarnung: Die zuvor vorsorglich evakuierten zehn Häuser konnten am frühen Abend wieder bezogen werden.
Warum der Brand heute gesucht wird, liegt an dieser Mischung aus Fortschritt und Restgefahr. Die Xunta hatte am Samstag Situation 2 ausgerufen, weil die Flammen mehreren bewohnten Bereichen zu nahe kamen. Danach stand weniger die Ausbreitung im Vordergrund als das Halten der Linie rund um die betroffenen Häuser und das Beobachten der Lage in der Nacht.
Anxo Arca sagte, die Lage habe sich über Nacht deutlich verbessert. Lokaler Regen und die geleistete Arbeit hätten dazu beigetragen, dass es ruhig geblieben sei und die Menschen wieder ein normales Leben führen könnten. Gleichzeitig verwies er darauf, dass alles darauf hindeute, dass das Feuer nicht absichtlich gelegt worden sei. Für die betroffenen Familien ist das die entscheidende Nachricht: keine Verletzten, keine Schäden an Häusern, aber ein Brand, der am Morgen noch nicht beendet war.
Padrón war dabei nur der ernsteste von sieben Waldbränden, die zwischen Samstag und Sonntag an verschiedenen Orten der Iberischen Halbinsel Einsatzkräfte banden. In Mairena del Aljarafe wurden vorsorglich Menschen aus Java, Malala und El Almendral herausgeholt, zudem schnitt das Feuer die SE-3304 ab, bevor es unter Kontrolle gebracht wurde. In Antequera war der Brand nach wenigen Stunden gelöscht, während in Cerro Muriano Kräfte von Plan Infoca weiter arbeiteten, ohne dass dort Evakuierungen oder Verletzte gemeldet wurden.
Auch in Grado blieb der Einsatz am Sonntag aufwendig. Dort begann das Feuer am Samstag kurz nach 13:25 Uhr in der Gegend von Peñaflor und Vega de Anzo, woraufhin der Principado Phase 1 des Infopa-Notfallplans aktivierte. Die Arbeit konzentrierte sich auf Anzo, nahe den Tunneleinfahrten der A-63 Richtung Oviedo, die zwischen Kilometer 13 und 19 gesperrt wurde. Für Padrón heißt das: Die Gefahr hat sich entspannt, aber der Brand war zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht weg.
