Lesen: Vatertag 2026: Bohuslav Bereta über Druck, Nähe und Vaterkarenz

Vatertag 2026: Bohuslav Bereta über Druck, Nähe und Vaterkarenz

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Vor beschreibt , warum dieser Tag für Väter ganz unterschiedlich ausfallen kann: für viele als schöne Anerkennung, für andere als Anlass für Traurigkeit, Schuldgefühle und Sorge. Gerade für getrennt lebende Väter komme oft noch eine zweite Last dazu, wenn der Kontakt zu den Kindern schwierig ist und zugleich die finanziellen Fragen nicht verschwinden.

Im Gespräch mit sagte Bereta, viele Männer wollten heute mehr Verantwortung in der Familie übernehmen und nicht nur „helfen“, sondern wirklich Vater sein. Gleichzeitig steckten sie in einem Rollenkonflikt: emotional präsent sein und doch zuverlässig Geld verdienen. Das spiegelt auch die Lage in Österreich wider, wo Väter im Schnitt nur 9 Tage bezahlte Elternzeit nehmen, während es bei Müttern 416 Tage sind. Diese Lücke zeigt, wie weit Anspruch und Alltag auseinanderliegen. Mehr dazu ordnet auch die Berichterstattung zu 2026 ein, etwa bei „Ist Heute Vatertag 2026: Städte in Niedersachsen ziehen die Regeln an“ und bei „Vatertag 2026 Veranstaltungen In Der Nähe: 7 Tipps auf der Ostalb“.

Bereta sagt, viele Männer gerieten dabei unter Erwartungen, die sich gegenseitig widersprechen: gute Väter, verlässliche Arbeitskräfte, Partner, aktive Mitglieder in Verein oder Ehrenamt, fit und zugleich emotional verfügbar. Besonders für Hauptverdiener werde der Wunsch nach Nähe zur Familie schnell zu einem Konflikt mit der finanziellen Verantwortung. Die Folge könne sein, dass Männer sich zurückziehen oder innerlich erschöpfen. Vaterkarenz sei zudem noch immer nicht selbstverständlich und werde in vielen Betrieben auch nicht aktiv gefördert; manche Männer fürchteten Nachteile im Beruf, wenn sie länger aussteigen oder ihre Arbeitszeit senken.

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Genau darin liegt der Kern dieses Vatertags: Er ist für manche ein Tag der Anerkennung, für andere ein Tag, an dem Trennung, Überforderung und Geldsorgen stärker spürbar werden als jede Feier. Die unbequeme Frage ist deshalb nicht, ob Väter mehr Anerkennung brauchen, sondern ob Österreich und die Betriebe die Rahmenbedingungen so setzen, dass Vatersein nicht länger zwischen Fürsorge und Karriere zerrieben wird.

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