Die T.F.M. Technologie für Metallbearbeitung GmbH in Traun hat beim Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen bezifferte seine Überschuldung mit rund 1,23 Millionen Euro.
Betroffen sind 22 Beschäftigte und etwa 45 Gläubiger. Wer nach T.F.M. Technologie für Metallbearbeitung sucht, stößt damit auf eine Insolvenz, die den Betrieb jetzt unmittelbar unter Druck setzt und über die Zukunft des Standorts entscheidet.
Die Firma wurde 1996 gegründet und ist in der Ganglgutstraße in Traun angesiedelt. Sie arbeitet in der mechanischen Fertigung und im Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau, produziert komplette Formen und Werkzeuge für Kunststoffspritzguss, Blasformen und Metalldruckguss und fertigt auch Prototypen sowie Pilotserien. Genau in diesem Geschäftsfeld ist seit 2024 die Nachfrage zurückgegangen, wie Creditreform mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Branche beschreibt.
Dass es jetzt trotzdem zu diesem Schritt kommt, zeigt, wie schnell ein Rettungsversuch verpuffen kann. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, zugleich gingen die Eigentumsanteile an die Haidlmair Holding GmbH über. Doch die neue Eigentümerin stoppte die Finanzierung mit sofortiger Wirkung und leistete keine weiteren Zahlungen mehr, womit der Betrieb nach eigener Einschätzung nicht mehr aus eigenen Mitteln wirtschaftlich sinnvoll und ohne Liquiditätsengpässe fortgeführt werden kann.
Für die Gläubiger ist bereits ein Plan skizziert: Der AKV nennt für unbesicherte Forderungen eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplans, aber erst nach dessen rechtskräftiger Bestätigung. Im Alltag des Unternehmens heißt das vor allem, dass es nur noch bis zum Abschluss begonnener Aufträge oder bis zur Beendigung von Vertragsverhältnissen weiterlaufen soll. Eine Schließung wird im Zuge des Verfahrens erwartet, doch ob es dazu am Ende kommt, entscheidet der noch zu bestellende Insolvenzverwalter.
