Lesen: Blick auf Ford: Aktie schwankt, Bewertung bleibt unter Tesla und GM

Blick auf Ford: Aktie schwankt, Bewertung bleibt unter Tesla und GM

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steht an der Börse wieder im Blick der Anleger: Die Aktie mit dem Ticker F hat in den vergangenen Monaten an der kräftig geschwankt und notiert derzeit im zweistelligen US-Dollarbereich. Trotz dieser Ausschläge wird der Autobauer weiter mit einem klaren Abschlag zu gehandelt und liegt bei der Bewertung oft auch unter oder nur auf ähnlichem Niveau wie .

Genau deshalb wird Ford gerade jetzt mit Tesla und General Motors verglichen. Anleger prüfen, ob der Konzern für seine klassische Autoindustrie anders bepreist werden sollte als für die Teile seines Geschäfts, die auf Elektrifizierung und Software setzen. Ford bringt dafür zwar einen Jahresumsatz im mittleren bis hohen zweistelligen Milliardenbereich mit, doch der Markt bewertet den Konzern weiterhin mit einem sehr niedrigen Verhältnis von Börsenwert zu Umsatz. Tesla kommt auf ein deutlich höheres Kurs-Umsatz-Verhältnis, General Motors liegt meist dazwischen.

Beim Gewinnbild ist das Muster ähnlich. Ford wird häufig mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis im mittel- bis niedrig zweistelligen Bereich gesehen. Tesla liegt deutlich darüber und damit weit über dem Branchenschnitt, während General Motors meist in einer ähnlichen Spanne wie Ford oder leicht darüber gehandelt wird. Für Investoren ist das mehr als ein Zahlenspiel. Es geht darum, ob Ford seine Bewertung über das reine Auto hinaus heben kann oder ob der Markt den Konzern weiter als klassischen Zykliker einordnet.

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Ein Teil der Antwort liegt im Geschäft, das Ford bereits trägt. Vor allem die Pickup- und Nutzfahrzeuge in Nordamerika geben dem Unternehmen weiter Gewicht, weil sie im Alltag als verlässliche Ergebnisquelle gelten. Gleichzeitig versucht der Konzern, sein Profil mit mehr Elektromobilität, Software und autonomem Fahren zu schärfen. Genau dort entsteht der Druck: Hohe Investitionen und Umbaukosten in Europa und anderen Regionen belasten die Margen und machen es schwerer, aus dem Investitionsschub schnell einen höheren Börsenwert zu formen.

Das ist der Punkt, an dem der Bewertungsabschlag hängen bleibt. Solange Ford seine EV- und Software-Offensive nicht in stabilere Margen übersetzt, dürfte die Aktie für Anleger ein Spannungsfall bleiben: ein Konzern mit belastbarem Kerngeschäft, aber mit hohen Kosten für den Umbau und einer Börse, die dafür bislang keinen Aufschlag zahlt. Wie schnell sich das ändert, entscheidet sich nicht an einem einzelnen Termin, sondern an der Frage, ob Ford in den kommenden Quartalen mehr als nur gute Autos liefern kann.

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