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Dia Del Barros Luco: Chile ehrt den Sandwich-Klassiker am 9. Juni

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Chile hat am 9. Juni den gefeiert und damit einen der bekanntesten Sandwiches des Landes erneut ins Blickfeld gerückt. Der Barros Luco ist längst mehr als eine schnelle Mahlzeit: Er gilt als Teil des chilenischen kulinarischen Erbes und bleibt in Soda-Fonts, traditionellen Restaurants, Cafeterias und in vielen Häusern präsent.

Dass der Tag gerade jetzt Aufmerksamkeit bekommt, liegt an der Mischung aus Geschichte und Gewohnheit. Der Name geht auf zurück, der Chile von 1910 bis 1915 als Präsident führte und die regelmäßig besuchte. Dort ließ er sich eine marraqueta mit Rindfleisch und geschmolzenem Käse servieren. Was als persönlicher Standard begann, wurde unter den Gästen so populär, dass das Sandwich schließlich seinen Nachnamen trug.

Der Reiz des Barros Luco liegt bis heute in seiner Einfachheit. Die traditionelle Zubereitung setzt auf Fleisch von der Grillplatte und geschmolzenen Käse zwischen zwei Brotscheiben. Für die Fleischseite nennt von filete, asiento und verschiedene postas als die empfehlenswertesten Zuschnitte. Filete ist demnach der zarteste Schnitt mit sehr wenig Fett, asiento bietet ein gutes Gleichgewicht aus Geschmack, Textur und Preis, und schwarze oder rosafarbene posta kann funktionieren, wenn sie in dünnen Scheiben und bei der richtigen Temperatur gegart wird.

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Auch beim Käse hat sich der Alltag des Sandwiches verfeinert. Gauda, mantecoso und chanco gehören zu den Sorten, die in heutigen Varianten häufig verwendet werden. Beim Brot bleibt die marraqueta zwar die Königin des Barros Luco, doch viele Lokale greifen inzwischen ebenso zu hallulla, frica, pan amasado und sogar getoastetem Schnittbrot. Die Zubereitung selbst bleibt bodenständig: Das Fleisch wird meist zwei oder drei Minuten pro Seite gegart, die marraqueta getoastet und kann mit den Säften aus derselben Pfanne befeuchtet werden.

Für von ist genau das entscheidend. Sie sagt, die getoastete marraqueta, angefeuchtet mit den Fleischsäften, sei die beste Art, den Sandwich vollständig zu genießen. Darin liegt auch die kleine Spannung dieses Nationalgerichts: Es wird als Klassiker mit fester Form gefeiert, doch sein Alltag zeigt ständige Anpassung. Was in Santiago einst an einem Präsidententisch begann, wird heute in ganz Chile in vielen Versionen gegessen, und gerade deshalb bleibt offen, warum der 9. Juni als offizielles Datum gewählt wurde.

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