Eine Wildkamera hat am Dienstagmorgen im Brandnertal in Vorarlberg einen Braunbären fotografiert. Es ist der erste Bärennachweis in dem Bundesland in diesem Jahr.
Dass die Aufnahme jetzt Aufmerksamkeit bekommt, liegt nicht nur an dem Tier selbst, sondern daran, dass Vorarlberg 2026 bisher keinen weiteren bestätigten Bärenkontakt verzeichnet hatte. Landesrat Christian Gantner stellte deshalb öffentlich klar, es bestehe derzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Gleichzeitig sollen Menschen Sichtungen sofort melden und die Verhaltensempfehlungen beachten.
Die Aufnahme stammt aus einer Fotofalle der Koordinationsgruppe Großraubwild. Landeswildökologe Hubert Schatz hält den Bären nach erster Einschätzung für ein junges männliches Tier auf Wanderschaft. Bislang habe der Bär kein aggressives Verhalten gezeigt, hieß es weiter.
Genau an diesem Punkt bleibt der Fall offen. Woher das Tier gekommen ist und welchen Weg es durch die Region genommen hat, ist völlig unklar. Für die Behörden ist das wichtig, weil der Fund zwar neu, aber bislang nicht mit einem konkreten Risiko verbunden ist.
Damit bleibt vorerst die nüchterne Lage: Ein Bär war da, Vorarlberg meldet den ersten Nachweis des Jahres, und mehr ist über Herkunft und Route noch nicht bekannt. Für Brandnertal-Besucher und Anwohner heißt das vor allem, aufmerksam zu bleiben und jede Sichtung ohne Verzögerung weiterzugeben.
