Ein Erdbeben der Stärke 3,6 hat am Sonntagmorgen die San Francisco Bay Area erschüttert. Das USGS meldete das Beben um 8:37 Uhr Pacific Time etwa 1 Meile südwestlich von Alamo, Kalifornien.
Für die Leser ist das heute aktuell, weil die Messung noch frisch war, als die Behörde die Daten veröffentlichte. William B. Davis berichtete über das Ereignis und setzte damit genau den Punkt: Wo schlug das Beben ein, wie stark war es und bleibt diese erste Einstufung bestehen?
Die Antwort ist vorerst nur teilweise fest. Seismologen können die zunächst gemeldete Magnitude noch ändern, wenn sie weitere Messdaten auswerten. Auch die Shake-Severity-Karte kann nach neuen Informationen aktualisiert werden. Das ist kein Randdetail, sondern der Kern jeder frühen Erdbebenmeldung: Die erste Zahl ist oft die beste Schätzung, nicht zwingend die letzte.
In derselben Gegend wurden anschließend weitere Beben gemeldet, und genau deshalb schauen Anwohner und Beobachter jetzt auf die nächsten Updates. Nachbeben können Tage, Wochen oder sogar Jahre nach dem ersten Stoß auftreten, als kleine Verschiebungen entlang des Abschnitts eines Faults, der beim Hauptbeben schon nachgegeben hat. Die Karten und Diagramme zu solchen Folgeereignissen erfassen Beben innerhalb von 100 Meilen und über einen Zeitraum von sieben Tagen, wenn Daten dazu verfügbar sind.
Ob die gemeldeten Nachbeben in Alamo oder anderswo im Bay Area-Gebiet deutlich zu spüren waren, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch Schäden werden nicht genannt. Sicher ist vor allem eines: Das Sonntagmorgen-Beben war klein, aber nicht abgeschlossen, weil das USGS die Messung weiter prüft und die endgültige Stärke sowie die Karte erst mit zusätzlichen Daten feststehen.

