Auf der A8 haben mehrere Autofahrer mitten im Stau gewendet und sind als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse zurück Richtung Salzburg gefahren. Die bayerische Polizei stoppte mehrere der Lenker und ahndete ihre Fahrten.
Der Stau war nach einem Unfall mit einem Wohnmobil entstanden und reichte bis über den Walserberg nach Österreich zurück. Wer an diesem Tag auf der Autobahn unterwegs war, sah einen dichten Rückreiseverkehr am Ende der zweiwöchigen Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg.
Dass einige Fahrer trotzdem umkehrten, war mehr als nur ein riskanter Ausbruch aus dem Stillstand. Für die Lenker ging es offenbar nicht schnell genug voran, obwohl die Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge freigehalten war. Genau diese Spur ist auf der Autobahn für Hilfe gedacht, nicht für den Rückweg im Stau.
Wie viele Autofahrer genau als Geisterfahrer unterwegs waren, nannte die Polizei nicht. Klar ist aber: Den Betroffenen drohen Geldstrafen, mehrere Punkte im Fahreignungsregister und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Wer auf der A8 in solcher Lage wendet, setzt nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und die Einsatzkräfte unter Druck.

