Lesen: Urs Lehmann: Scherer lobt FIS-Kommunikation, warnt aber vor bleibendem Schaden

Urs Lehmann: Scherer lobt FIS-Kommunikation, warnt aber vor bleibendem Schaden

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Seit als CEO bei der FIS installiert wurde, ist die Kommunikation aus Sicht von deutlich besser geworden. Zugleich sagte der ÖSV-Generalsekretär, manches sei nicht mehr reparabel. Damit setzt Scherer mitten im Führungsstreit im Ski-Weltverband einen klaren Kontrapunkt: Es gibt Fortschritte im Ton, aber der Schaden der vergangenen Monate ist damit nicht verschwunden.

Warum Lehmanns Name jetzt so im Fokus steht, hat mit dem zu tun. Dort läuft die Debatte über die künftige Spitze des Verbands, und Scherer machte deutlich, was er heute von dieser Führung erwartet: der Sport müsse im Mittelpunkt stehen, die FIS brauche eine neue Leitung, und die Verbände müssten gemeinsam und geeint an die Probleme herangehen. Gerade weil die Diskussion an einem Kongress geführt wird, wird aus einer Personalfrage eine Richtungsfrage für den gesamten Verband.

Scherer versuchte dabei, die Kritik an nicht als pauschale Abrechnung klingen zu lassen. Er spreche dem FIS-Präsidenten keineswegs ab, sich bemüht zu haben oder gute Dinge angestoßen zu haben, sagte er. Gleichzeitig warf er Eliasch vor, es nicht geschafft zu haben, die Mitglieder einzubinden und ein Gefühl der Erneuerung zu schaffen. Nach Scherers Darstellung wirkte der Verband nach außen zeitweise nach dem Motto: Der Verband bin ich.

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Auch die finanziellen Zahlen stützen seine Skepsis. Scherer sagte, das Eigenkapital der FIS sei innerhalb von fünf Jahren von 130 Millionen Franken auf 42 Millionen Franken gefallen. Zugleich sei viel Geld investiert worden, doch der Ausblick auf die kommenden Jahre sei besorgniserregend und müsse lückenlos aufgeklärt werden, auch mit Blick darauf, ob es für alle Entscheidungen überhaupt die nötigen Gremienbeschlüsse gegeben habe. Das ist der Punkt, an dem die bessere Kommunikation unter Lehmann auf die tieferen Probleme des Verbands trifft.

Dass Scherer die Lage als so heikel beschreibt, liegt auch an der offenen Machtfrage im Hintergrund. Er sagte, Eliasch kandidiere für das FIS-Präsidium mit georgischem Pass, weil ihn seine Heimatverbände Großbritannien und Schweden nicht nominiert hätten. Genau darin liegt der Kern der ungeklärten Lage in Belgrad: Die Kommunikation mag seit Lehmanns Ankunft besser geworden sein, doch was aus der Führungsfrage am Ende wird, ist weiter offen. Für die FIS steht damit nicht nur eine Personalentscheidung an, sondern die Frage, ob sie nach Jahren der Konzentration auf eine Figur wieder zu einer breiter getragenen Führung zurückfindet.

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