Peter Reid hat Harry Kane mit einer klaren Prognose zurück in die Premier-League-Debatte geholt. Der frühere englische Nationalspieler sagte, der 32 Jahre alte Stürmer werde nach seinem Bayern-München-Abenteuer „halb wollen, zurückzukommen“.
Warum das ausgerechnet jetzt wieder Gewicht bekommt: Kane ist weiter an Bayern München gebunden, sein Vertrag läuft bis 2027. Trotzdem sorgt jede neue Einschätzung über seine Zukunft für Aufmerksamkeit, weil der Angreifer mit 146 Toren in 147 Einsätzen längst zu den prägendsten Namen des europäischen Fußballs gehört und jede Bewegung von ihm sofort Transfergerüchte auslöst.
Reid ging bei seiner Einschätzung sogar noch weiter und nannte Everton als Wunschziel. Er sagte, Kane sähe in einem blauen Trikot großartig aus und könne sich gut vorstellen, ihn am Hill Dickinson auflaufen zu sehen. Für Everton wäre das eine prominente Ansage, für Kane die nächste Runde einer Karriere, die seit seinem Wechsel von Tottenham nach München im Sommer 2023 ohnehin unter besonderer Beobachtung steht.
Der Stürmer ging damals nach Deutschland, um seine Titelflaute zu beenden. Seitdem hat er in München zwei Titel gewonnen, den Super Cup und den DFB-Pokal, und sich zudem drei Bundesliga-Goldene Schuhe gesichert. Seine Zahlen bleiben bemerkenswert: In der Saison 2025/26 erzielte er 61 Treffer, ein Karrierebestwert, und Reid beschrieb ihn als intelligent, schwer zu verteidigen, tief kommend, mit Läufen hinter die Abwehr und als herausragenden Vollstrecker.
Genau darin liegt der Widerspruch dieser Debatte. Reid sieht Kane offenbar wieder in England, doch vertraglich ist der 32-Jährige zunächst an Bayern gebunden. Das macht jede Rückkehr in die Premier League zur Frage für später, nicht für heute — und es erklärt, warum schon eine einzige Bemerkung eines Ex-Profis sofort wieder das alte Szenario auflebt: Verlängert Kane in München, wechselt er irgendwann in eine andere Liga oder kehrt er doch nach England zurück?
Reid verband seine Worte auch mit Englands Hoffnungen auf einen großen Titel. Mit Kane und Declan Rice könne die Mannschaft um die Weltmeisterschaft mitspielen, sagte er, auch wenn er Frankreich für den Favoriten hält. Für England, das seit rund 60 Jahren keinen internationalen Titel gewonnen hat, bleibt Kane damit nicht nur Bayerns Torjäger, sondern auch der Spieler, an dem sich jede Zukunftsfrage sofort aufhängt. Noch gibt es keinen Wechsel, keine Zusage und keinen Club, der sich festgelegt hat — nur die Gewissheit, dass seine nächste Entscheidung den Markt wieder beschäftigen wird.

