Im Norden Chiles haben zwei leichte Erdbeben in den frühen Morgenstunden des Dienstag, 2. Juni 2026, den Boden spürbar bewegt. Das erste lag bei einer Magnitude von 4,5, das zweite bei 4,6.
Gerade jetzt wird nach dem epicentro gesucht, weil beide Ereignisse innerhalb weniger Stunden registriert wurden und damit die Nacht für viele Menschen in Coquimbo und Atacama kurz unterbrochen wurde. Das erste Beben war um 2:13 Uhr zu spüren; das zweite folgte um 5:53 Uhr.
Beim stärkeren ersten Ereignis lag das Epizentrum 37 Kilometer östlich von La Higuera, in 66 Kilometern Tiefe. Es wurde auch in Atacama wahrgenommen und hinterließ dort ebenso wie in Coquimbo Mercalli-Effekte. Das zweite Beben hatte sein Epizentrum 37 Kilometer westlich von Pichidangui und wurde aus 48 Kilometern Tiefe registriert.
Die Kombination aus spürbaren Erschütterungen und bislang keiner gemeldeten Zerstörung macht den Morgen in Nordchile bemerkenswert ruhig. Die seismischen Daten stammen vom Centro Sismológico Nacional; dass beim ersten Beben Effekte in zwei Regionen verzeichnet wurden, ohne dass Schäden bekannt wurden, zeigt, wie knapp solche Lagen an einem ernsteren Verlauf vorbeigehen können.
Offen bleibt vorerst nur, ob das zweite Beben ebenfalls an einzelnen Orten deutlich wahrgenommen wurde, denn dazu liegen keine weiteren regionalen Angaben vor. Für die Menschen in Coquimbo und Atacama lautet die unmittelbare Bilanz dennoch eindeutig: zweimal Beben, zweimal registriert, bisher keine gemeldeten Folgen.

