Lesen: Georg Uecker erhält NRW-Verdienstorden für sein Engagement

Georg Uecker erhält NRW-Verdienstorden für sein Engagement

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ist mit dem ausgezeichnet worden. Ministerpräsident überreichte ihm die Ehrung für sein Engagement, und Uecker machte deutlich, dass ihn die Auszeichnung vor allem wegen der vielen Menschen freue, die sich für die queere Gemeinschaft eingesetzt haben.

Dass sein Name jetzt wieder so präsent ist, hat auch mit einer Fernsehszene zu tun, die vor mehr als 30 Jahren für einen Aufruhr sorgte und heute anders gelesen wird. In Folge 224 der «» am 18. März 1990 küssten sich und Uecker vor einem Publikum, das damals bis zu 15 Millionen Menschen erreichte. Die Serie lief von 1985 bis 2020, und Uecker stand fast 40 Jahre lang für Fernsehen und Kino vor der Kamera.

Uecker sagte, die Auszeichnung sei parteiunabhängig. Er freue sich, in guter Gesellschaft geehrt zu werden, mit vielen anderen Menschen, die sich für die queere Gemeinschaft engagiert haben. Genau darin liegt der Kern des Ordens: Er würdigt nicht nur einen bekannten Schauspieler, sondern auch eine öffentliche Rolle, die für Sichtbarkeit stand, als Sichtbarkeit noch ein Risiko war.

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Martin Armknecht gratulierte Uecker über und sprach offen darüber, wie hart die Reaktion auf die Szene damals ausfiel. Nach dem Kuss habe er Todesdrohungen erhalten, sagte Armknecht, später sei sogar eine sogenannte Hetero-Klausel in seinen Vertrag geschrieben worden. Die Klausel sei tatsächlich so ins Papier gesetzt worden, sagte er. Der Kontrast zwischen der heutigen Würdigung und der damaligen Feindseligkeit macht den Fall bis heute so aufgeladen.

Armknecht sagte, er habe Robert Engel bewusst nicht als Karikatur gespielt. Er habe die Figur, die erst homosexuell und nach Drehbuch- und Vertragsänderung bisexuell war, als normalen Menschen ohne überzogene Klischees anlegen wollen. Über die Jahre hätten ihm immer wieder prominente Männer gesagt, sie hätten sich wegen ihm geoutet, sagte er. Für ihn ist das keine historische Fußnote, sondern eine Rückmeldung, die sich über 30 Jahre gehalten hat.

Heute sei es zum Glück völlig normal, dass es homosexuelle Paare in Serien gebe, sagte Armknecht. Für ihn selbst geht es weiter: Er sei im Theater erfolgreich und werde bald in der finalen Staffel von «» zu sehen sein. Was der NRW-Orden an diesem Tag sichtbar macht, ist damit nicht nur Ueckers Karriere, sondern die späte öffentliche Anerkennung einer Szene, die einst Anfeindung auslöste und nun als Teil eines kulturellen Wandels gelesen wird.

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