Lesen: Photovoltaik-Förderung soll künftig nur noch mit Speicher möglich sein

Photovoltaik-Förderung soll künftig nur noch mit Speicher möglich sein

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Das will die Förderung für Photovoltaik grundlegend umbauen: Künftig soll es nach einer angekündigten Novelle des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes grundsätzlich nur noch Geld für Anlagen mit Batteriespeicher geben. Reine PV-Soloanlagen sollen damit aus der staatlichen Unterstützung fallen.

Warum das jetzt auf die Tagesordnung rückt, machte mit einem harten Datum fest: Am 1. Mai 2026 fiel der Strompreis stundenweise auf bis zu minus 500 Euro pro Megawattstunde. Über fast siebeneinhalb Stunden mussten Erzeuger de facto Geld bezahlen, um ihren Strom loszuwerden. Insgesamt gibt es mittlerweile rund 450 Stunden im Jahr mit negativen Strompreisen, und genau diese Entwicklung treibt die Regierung dazu, die Förderlogik enger an die Systemfrage zu koppeln.

Der politische Schritt folgt einer einfachen Rechnung. Die Ausgaben in der Marktpreisbilanzgruppe sollen sich von rund 15 Millionen Euro im Jahr 2025 auf prognostizierte 60 Millionen Euro im Jahr 2026 vervierfachen. Allein am ersten Mai-Wochenende fielen Kosten von über fünf Millionen Euro an. Das Ministerium setzt deshalb auf Speicher, die verpflichtend in ein Energiemanagementsystem eingebunden sein müssen, damit sie intelligent be- und entladen werden können. Entweder muss die netzwirksame Leistung am Netzanschlusspunkt auf 50 Prozent der PV-Modulleistung reduziert werden, oder es braucht einen Vertrag mit einem dynamischen Einspeisetarif.

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Die heikle Stelle in diesem Plan: 90 Prozent der aktuellen Förderanträge enthalten ohnehin schon eine Speicherkomponente. Trotzdem soll die neue Regelung den Rest der Anträge treffen, bei denen Photovoltaik ohne Speicher bisher noch gefördert werden kann. Das heißt: Wer künftig nur Module aufs Dach setzt, müsste die Investition allein tragen, auch wenn der Markt für Speicher längst mitläuft.

Dass der Druck auf das Budget groß ist, zeigen auch die Zahlen aus dem Vorjahr und dem aktuellen Call. 2025 wurden 110 Millionen Euro an Speicherförderungen vergeben, die geförderte Speicherkapazität stieg von 212 MWh auf 736 MWh. Für den laufenden Förderaufruf waren ursprünglich 40 Millionen Euro vorgesehen, zuletzt lagen Anträge im Wert von rund 135 Millionen Euro vor. Wann die Novelle konkret vorgelegt wird, blieb zunächst offen. Klar ist nur: Das Energieministerium will die Energiepolitik stärker auf Systemdienlichkeit ausrichten, und bei Photovoltaik soll das künftig mit Speicher beginnen.

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