Lesen: Nasa: Space Force vergibt Blue Origin Auftrag trotz New Glenn-Explosion

Nasa: Space Force vergibt Blue Origin Auftrag trotz New Glenn-Explosion

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Die hat am 28. Mai ihren ersten Auftrag im -Programm erteilt. Am selben Tag explodierte die New-Glenn-Rakete auf dem Startplatz in Cape Canaveral Space Force Base, Fla. Für das Unternehmen fiel damit ein wichtiger Vertrag und ein schwerer Rückschlag auf denselben Kalenderabend.

Warum das jetzt zählt, liegt an der Mischung aus Geschäft und Schaden. Der Auftrag betrifft eine Mission des , die erst Ende 2027 oder Anfang 2028 fliegen soll. Doch bevor Blue Origin an diesen Start denken kann, muss die Firma die Folgen eines Feuers auf ihrer einzigen New-Glenn-Startanlage in den Griff bekommen.

Der Vorfall ereignete sich während eines routinemäßigen Prelaunch-Tests gegen 21 Uhr am 28. Mai. Der Feuerball wirkte so heftig, dass er offenbar einen großen Teil von erfasste. Am 29. Mai sagte die Space Force, sie bleibe trotz des Missgeschicks ein verlässlicher Partner von Blue Origin. Col. nannte das Ereignis eine ernste Erinnerung daran, dass die entscheidende Fähigkeit dieser Gemeinschaft Raketenwissenschaft sei und von Natur aus schwierig.

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Genau an diesem Punkt wird die Sache heikel. Die Space Force vergab den Auftrag, während dieselbe Rakete auf dem Pad zerstört wurde, die den Flug überhaupt erst ermöglichen soll. Das National Security Space Launch-Programm sagte, es werde weiter eng mit Blue Origin zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden und Korrekturen umzusetzen. Wie groß der Schaden an Space Launch Complex 36-A ist und wie lange der Wiederaufbau dauert, ist weiter offen.

Blue Origin sagte am 30. Mai, man untersuche die Hotfire-Anomalie aktiv und werde bald mit dem Räumen des Pads und der Planung für den Wiederaufbau beginnen. Experten halten eine Rückkehr der Anlage für einen Prozess von bis zu 18 Monaten, abhängig vom Ausmaß der Zerstörung. Das trifft Blue Origin in einer Phase, in der das Unternehmen für die nächste Zertifizierungsrunde vorbereitet hatte; vor dem Unfall hatte die Rakete drei von vier Flügen für die Qualifikation absolviert und sollte am 4. Juni noch eine Amazon-Mission starten.

Blue Origin ist eine von drei Firmen, die im Phase-3-Programm der Space Force für nationale Sicherheitsstarts zugelassen sind. Der neue Auftrag fällt unter Lane 1, also jene Missionen, die als robuster und kommerzieller gelten. Parallel dazu arbeitet das Unternehmen daran, New Glenn auch für Lane-2-Flüge zu qualifizieren, bei denen besonders empfindliche Satelliten des Pentagons transportiert werden. Ob der beschädigte Startplatz in Cape Canaveral schnell genug wieder nutzbar wird, ist die Frage, die über dem neuen Vertrag und dem gesamten Flugplan hängt.

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