Österreich hat Tunesien im letzten WM-Test mit 1:0 geschlagen und geht mit drei Siegen aus drei Vorbereitungsspielen in das Turnier. Der entscheidende Moment kam in der 63. Minute, als Marcelo Sabitzer das einzige Tor erzielte, nachdem Konrad Laimer schon in der 37. Minute wegen Handspiels nach VAR-Intervention vom Platz gestellt worden war.
Genau deshalb wird tunesien österreich jetzt gesucht: Das Spiel war nicht nur ein Test, sondern der letzte vor Österreichs erstem WM-Auftritt seit 28 Jahren. Dazu kam ein Spiel, das mehr Fragen als Ruhe hinterließ. Christoph Baumgartner spürte vor dem Anpfiff einen Stich im Oberschenkel und stand nicht in der Startelf, Marko Arnautovic absolvierte im Ernst-Happel-Stadion sein letztes Spiel vor dem Ende seiner Teamkarriere nach der Weltmeisterschaft.
Was die Partie so zäh machte, zeigte sich schon in der ersten Halbzeit. Tunesien traf durch Hannibal in der 12. Minute die Latte, Firas Chaouat setzte den Ball in der 18. Minute an den linken Pfosten, und auch Ben Slimane ließ den Pfosten erzittern. Österreich blieb in dieser Phase zwar im Spiel, war aber lange eher mit Überleben als mit Kontrolle beschäftigt.
Nach Laimers Platzverweis spielte die Mannschaft die komplette zweite Hälfte mit zehn Mann und musste dennoch nicht nachgeben. Der ÖFB teilte mit, dass die Rote Karte keinen WM-Stopp nach sich zieht. Für Österreich ist das wichtig, denn nach zwei freien Tagen reist das Team in die USA weiter und kommt dort mit einer makellosen Testspielbilanz im Gepäck an.
Ralf Rangnick deutete nach dem Spiel an, dass die zuletzt aufgebotene Formation nah an der Elf sein dürfte, die am 17. Juni in Santa Clara gegen Jordanien beginnt. Anstoß ist um 6.00 Uhr MESZ. Offen bleibt vor allem, wie weit Baumgartner bis dahin wieder fit ist — und ob Österreich im ersten WM-Spiel seit fast drei Jahrzehnten schon wieder mit derselben Ruhe verteidigt wie gegen Tunesien am Ende mit neun Feldspielern weniger auf dem Platz war.

