Ein Landwirt hat sich am Freitag in Zell am Moos mit seinem Traktor und einem voll beladenen 5.500-Liter-Güllefass über einen Hang abgerutscht und überschlagen. Das Gespann stürzte um, der Lenker blieb dabei nahezu unverletzt.
Gerade das macht den Vorfall bemerkenswert: Bei einem schweren Unfall mit einem großen Traktorgespann endete die Sache nicht mit einem Rettungseinsatz für den Fahrer, sondern mit einer aufwendigen Bergung. Die Feuerwehr Zell am Moos berichtete über den Vorfall in einer Aussendung, und für Leser, die den Fall schon deshalb verfolgen, weil er an andere Einsätze mit landwirtschaftlichen Maschinen erinnert, liegt der Unterschied zum Beispiel zu einem Traktorbrand wie in Bergern auf der Hand: Hier ging es nicht um Feuer, sondern um ein umgestürztes Gespann am Hang.
Nach Angaben der Feuerwehr konnte sich der Landwirt in der Fahrzeugkabine festklammern und wurde nicht aus der Kabine geschleudert. Stefan Buchner schilderte, dass deshalb keine Person gerettet werden musste, sondern nur der umgestürzte Traktor und das Güllefass geborgen werden mussten. Dass der Mann trotz des Überschlags und des umgestürzten Traktorgespanns nahezu unverletzt blieb, ist der auffällige Punkt dieses Einsatzes.
Die Bergung war dennoch alles andere als einfach. Die Einsatzkräfte stellten den Traktor und das Güllefass mithilfe von Seilwinden der Feuerwehrfahrzeuge wieder auf, und umliegende Landwirtinnen und Landwirte halfen mit ihren eigenen Traktoren mit. Insgesamt waren die Feuerwehren aus Zell am Moos und Haslau mit 33 Einsatzkräften vor Ort. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.
Zell am Moos liegt im Bezirk Vöcklabruck, und genau dort zeigt dieser Freitag, wie schnell aus einer landwirtschaftlichen Fahrt ein schwerer Unfall werden kann. Offen bleibt, wie der Traktor samt Güllefass genau über den Hang abrutschen konnte. Sicher ist nur: Weil der Fahrer in der Kabine blieb, endete ein Unfall mit 5.500 Litern Gülle am Ende mit Bergungsarbeit, nicht mit einer schweren Verletzung.

