Lesen: Geosphere Austria meldet trockensten Frühling und Rekordwärme in Österreich

Geosphere Austria meldet trockensten Frühling und Rekordwärme in Österreich

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Österreich hat einen Frühling hinter sich, der zugleich heiß und ausgedörrt war. stellte am Freitag in einer vorläufigen Klimabilanz fest, dass die Jahreszeit zu den wärmsten der vergangenen 260 Jahre gehörte und zugleich der trockenste Frühling war, der im Land je gemessen wurde.

Der Befund beschäftigt deshalb gerade jetzt, weil er nicht nur einen Ausreißer beschreibt, sondern ein Wettermuster mit unmittelbaren Folgen. sagte, im Flächenmittel fehlten von März bis Mai 50 Prozent der üblichen Regenmenge; so wenig habe es seit Beginn der Niederschlagsaufzeichnungen vor 169 Jahren noch nie gegeben. In der Landwirtschaft, bei den Wasserreserven und im Wald trifft Trockenheit nicht abstrakt, sondern sofort.

Besonders hart traf es den Flachgau in Salzburg und das Innviertel in Oberösterreich, wo örtlich bis zu 80 Prozent des normalen Niederschlags ausblieben. Auch landesweit war die Bilanz düster: Österreich hatte seit Februar keine flächendeckenden, ergiebigen Regen- oder Schneefälle mehr, nur eine kurze Unterbrechung im Februar, danach zog sich die Niederschlagsarmut über acht Monate. GeoSphere Austria verbindet das mit rekordniedrigen Grundwasserständen, hoher Waldbrandgefahr und möglichen Ernteverlusten.

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Der Widerspruch dieses Frühlings liegt darin, dass er nicht nur trocken, sondern auch ungewöhnlich warm war. In den Niederungen lag die durchschnittliche Lufttemperatur 1,2 Grad über dem Vergleichswert von 1991 bis 2020, in den Bergen 1,3 Grad darüber; gegenüber 1961 bis 1990 ergab sich ein Plus von 2,7 Grad. Damit landete der Frühling auf Platz sechs der 260-jährigen Messreihe, und seit 2020 gab es in Österreich nur zwei kalte und zwei normale Jahreszeiten, während 22 zu warm ausfielen.

Auch im Monatsverlauf zeigte sich das Wechselspiel aus Wärme und Härte. Im März prägten drei Wochen stabiles Hochdruckwetter die Lage mit viel Sonne, Wärme und Trockenheit, ehe in Ehrwald die Temperaturen binnen zwei Tagen um bis zu 30 Grad fielen und am Achensee sowie in Mariazell rund 30 Zentimeter Neuschnee lagen. Im April begann es winterlich, bevor das Wetter in einen frühen kippte. Damit ist die eigentliche Nachricht nicht nur, wie extrem dieser Frühling war, sondern dass die Folgen in Grundwasser, Wäldern und Ernten jetzt erst sichtbar werden.

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