Am Ratzersdorfer See in St. Pölten ist am Donnerstagabend ein vierjähriger Bub aus dem Wasser gerettet und wiederbelebt worden. Den ersten entscheidenden Moment hatte eine zwölfjährige Mädchen, das den Buben im Wasser treiben sah und sofort seine Mutter alarmierte.
Für Leser ist dieser Fall deshalb so schwer, weil hier nicht nur Erwachsene eingriffen: Ein Kind bemerkte das andere Kind zuerst. Ein Badegast brachte den Buben an Land, danach begann die Mutter der Zwölfjährigen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Der Vierjährige kam wieder zu Bewusstsein und wurde zur weiteren Untersuchung auf die Intensivstation des Krankenhauses in der niederösterreichischen Landeshauptstadt gebracht.
Der Einsatz spielt sich an einem Abend ab, an dem aus einem kurzen Augenblick am See ein medizinischer Notfall wurde. Der Bub war laut Mitteilung offenbar in einem unbeaufsichtigten Moment im Wasser, zugleich heißt es, er könnte beim Gehen mit seinem Vater ins Wasser geraten sein. Wie lange er tatsächlich im See war, blieb zunächst offen.
Genau diese Lücke macht den Fall für die Ermittler relevant. Die Polizei ermittelte am Freitag weiter, auch das Jugendwohlfahrtsamt wurde informiert. Der Bericht beschreibt den Vorfall als Rettung und Reanimation am Ratzersdorfer See nahe St. Pölten — und sie gelang nur, weil die Zwölfjährige nicht wegsah.
