Bei großer Hitze sollen Hunde nur früh morgens oder am Abend ausgeführt werden, rät der Deutsche Tierschutzbund. Der Verband warnt, dass hohe Temperaturen für Tiere schnell zur Belastung werden können, weil viele von ihnen ihre Körpertemperatur nicht über das Schwitzen regeln.
Wer nach Martin Rütter sucht, sucht damit im Kern nach einer einfachen Antwort für den Alltag: Wann ist der Spaziergang noch vertretbar, und wann wird er riskant? Genau darauf zielt die Warnung, denn Hunde brauchen Bewegung, aber nicht um jeden Preis. Heiße Wege und Straßen sind dabei kein Detail, sondern ein echtes Problem, weil Asphalt die Pfoten verbrennen kann.
Dr. Moira Gerlach betont, dass Tiere an heißen Tagen jederzeit Zugang zu frischem Wasser und schattigen Rückzugsorten brauchen. Sie rät außerdem dazu, die eigenen Haustiere bei Wärme besonders genau im Blick zu behalten, damit Warnsignale früh erkannt werden. Dazu gehören starkes Hecheln, Unruhe und Probleme mit dem Gleichgewicht.
Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte das Tier sofort aus der Hitze holen. Wenn ein Hitzschlag vermutet wird, ist umgehend tierärztliche Hilfe nötig. Tiere dürfen außerdem nie im Auto zurückgelassen werden, weil sich dort schon nach wenigen Minuten lebensgefährliche Temperaturen entwickeln können.
Genau darin liegt der Zielkonflikt für viele Halter: Der Hund muss raus, aber die Tageshitze macht den üblichen Gang zur Belastung. Deshalb bleibt der Rat des Verbandes so eng gefasst. Früh am Morgen oder am Abend ist der Spaziergang am ehesten vertretbar; mitten am Tag steigt nicht nur das Risiko für Überhitzung, sondern auch für verbrannte Pfoten.
Die Warnung endet nicht beim Haustier. Auch Wildtiere leiden unter Hitze und Dürre, und in Städten finden Igel, Eichhörnchen, Wildvögel und Stadtauben oft nur wenig Wasser. Paulina Kuhn sagt, auch Wildtiere seien zunehmend auf Hilfe angewiesen, wenn natürliche Wasserstellen austrocknen. Flache Wasserschalen im Garten oder auf dem Balkon können helfen, wenn sie im Schatten stehen; kleine Steine oder Holzstücke dienen Insekten als Landehilfe. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.
Damit ist die Antwort auf die aktuelle Hitzewarnung klar: Wer Tiere schützen will, muss den Tagesablauf anpassen, Wasser bereitstellen und auf die ersten Anzeichen von Überhitzung sofort reagieren. Wenn der Morgen oder der Abend nicht mehr reicht, wird aus einem normalen Sommertag schnell ein Fall für schnelles Handeln.
