Lesen: Holzleitner unter Druck: Forschungsrat warnt vor Milliardenstreit an Unis

Holzleitner unter Druck: Forschungsrat warnt vor Milliardenstreit an Unis

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Der hält die Debatte über mögliche Kürzungen bei den Unibudgets für ein Warnsignal: Ein „Weiter-wie-bisher“ sei keine Option mehr. Am Dienstag legte der Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung im Parlament seinen „Forschungs-, Technologie- und Innovationsmonitor 2026“ vor und rückte damit die Frage ins Zentrum, wie Österreich seine Hochschulen und sein Forschungssystem künftig finanzieren und ordnen will.

Im Raum stehen Kürzungen für die Jahre 2028 bis 2030 in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Vor der Präsentation des Monitors stiegen die von der vertretenen Hochschulen vorerst aus dem Analyseprozess aus. Für den Forschungsrat ist die Auseinandersetzung damit derzeit vor allem ein Verteilungskampf. Der Rat selbst gehört zu den zentralen Akteuren bei der Ausarbeitung der im Regierungsprogramm verankerten „Hochschulstrategie 2040“.

sagte dazu, Finanzierung sei nur ein Teil der Rechnung. Wie wir in unserer Analyse zuletzt festgestellt haben, sei das österreichische Hochschulsystem nicht so leistungsfähig wie in vergleichbaren Ländern, sagte er. Der Rat hatte der Bundesregierung in den vergangenen Jahren mehrfach geraten, in der Forschungsfinanzierung mehr Gelder über Wettbewerb zu vergeben. Die aktuelle Diskussion über mögliche Einschnitte zeigt aus Sicht des Gremiums, dass es nicht bloß um die Höhe einzelner Budgets geht, sondern um die Funktionsweise des gesamten Systems.

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Österreich verfügt im Verhältnis zur Größe des Landes über 23 öffentliche Hochschulen. Der Forschungsrat kritisiert, dass mit Steuergeld relativ viele internationale Studierende ausgebildet werden, die später nicht am heimischen Arbeitsmarkt Fuß fassen. Auch das Studienrecht hält der Rat wegen seiner „Unverbindlichkeit“ für überholt. Hinzu komme ein Querfinanzieren des Gesundheitssystems über das Uni-Budget durch Ärztegehälter an Medizin-Unis. Karrierestrukturen förderten Prekariat und zementierten althergebrachte Hierarchien, zudem herrsche unter den Hochschulsektoren zu viel Gegeneinander statt Miteinander.

nannte die geplante Hochschulstrategie ein vernünftiges Ziel, „wie es sich viele wünschen“. Der FTI-Monitor zeichnet zugleich ein doppeltes Bild: Österreich gilt im als starker Innovator und ist laut gut darin, bestehende Ideen und Technologien weiterzuentwickeln. Bei Neuem und grundlegend Innovativem sieht der Rat aber weiterhin Luft nach oben in den Strukturen des Forschungs- und Entwicklungssystems.

Gerade deshalb bekommt die Budgetfrage politisches Gewicht. Der Konflikt über die Uni-Finanzierung fällt in eine Phase, in der die Hochschulstrategie 2040 vorbereitet wird und die in Aussicht gestellten Kürzungen bereits Widerstand ausgelöst haben. Dass die Hochschulen aus dem Analyseprozess ausgestiegen sind, macht die Suche nach einem tragfähigen Kompromiss schwieriger. Für den Forschungsrat ist die Richtung dennoch klar: Das System soll nicht nur verwaltet, sondern verändert werden. Das Ende des alten Modells beginnt damit, dass selbst bei den Budgets niemand mehr so tut, als ließe sich alles einfach fortschreiben.

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